Ist es egal wie oder was wir essen? Jesus und die Apostel antworten auf die Fragen über dem Umgang mit Lebensmitteln

7.8 Jesus bezieht Stellung zu den Reinheitsvorschriften der Ältesten und tadelt die Pharisäer wegen der Missachtung der Gebote Gottes

(Bibeltexte: Mt 15,1-20; Mk 7,1-23)

7.8.1 Der Vorwurf der Pharisäer und die Stellungnahme von Jesus

In der Zeit zwischen der bedeutenden Rede von Jesus in der Synagoge zu Kapernaum und dem Ausflug nach Syro-Phönizien, berichtet sowohl Matthäus als auch Markus über eine heftige Diskussion mit den religiösen Leitern des Volkes. Pharisäer und einige Schriftgelehrte waren aus Jerusalem angereist. Diese Diskussion fand in der Öffentlichkeit statt und zwar bei einer Gelegenheit, während Jesus zum Volk redete (Mk 7,14a).Wahrscheinlich befand sich Jesus noch in Kapernaum.

Abbildung 13 Ein Teil der Stadt Kapernaum wurde freigelegt. Hier sind Fundamentreste von Wohnhäusern zu erkennen. In den Evangelien werden die Häuser von: Petrus, Matthäus, Jairus, vom römischen Hauptmanns, dem königlichen Beamten erwähnt und sicher hatte die Familie des Zebedäus dort auch ein Haus (Foto am 23. Januar 2019).

Die pauschale Anklage der Pharisäer lautete: die Jünger von Jesus missachten die Überlieferungen der Ältesten. Der konkrete Punkt ist die Unterlassung der rituellen Waschung der Hände vor dem Essen. So schreibt der Ev. Markus:

Und es versammelten sich bei ihm die Pharisäer und einige von den Schriftgelehrten, die aus Jerusalem gekommen waren. Und sie sahen, dass einige seiner Jünger mit unreinen, das heißt ungewaschenen Händen das Brot aßen. Denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, wenn sie nicht die Hände mit einer Handvoll Wasser gewaschen haben, und halten so an der Überlieferung der Ältesten fest; und wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht, bevor sie sich gewaschen haben. Und es gibt viele andre Dinge, die sie zu halten angenommen haben, wie: Becher und Krüge und Kessel und Bänke zu waschen. Da fragten ihn die Pharisäer und die Schriftgelehrten: Warum wandeln deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Ältesten, sondern essen das Brot mit unreinen (gemeinen) Händen?“ (Mk 7,1-6).

Die Pharisäer wussten sich zuständig für die Einhaltung des Gesetzes (entsprechend der Auslegung der Ältesten) sowie deren genauen Anwendung im Alltag. In diesem Fall haben sie die Jünger von Jesus beim Essen, bzw. vor dem Essen genau beobachtet und gemerkt, dass einige von ihnen ihre Hände nicht gewaschen hatten. Dies nehmen sie zum Anlass, um bei Jesus (der als Rabbi für seine Jünger verantwortlich war) vorzusprechen. „Warum übertreten deine Jünger die Überlieferungen der Ältesten; denn sie waschen ihre Hände nicht wenn sie Brot essen.“ Wir merken sofort, worauf sie ihren Vorwurf gründen. Nicht auf die Vorschriften Gottes im Mosaischen Gesetz, sondern auf die Überlieferungen der Ältesten (gr.  παράδοσιν των πρεσβυτερων paradosin tön presbyterön). Das im Deutschen oft verwendete Wort `Tradition`, kommt aus dem Lateinischen  und meint auch `Überlieferung`. Oft handelte es sich dabei um eine erweiterte Erklärung bestimmter Aussagen aus dem Gesetz Moses.

Der griechische Begriff `κοινόν – koinon – gemein`,

wird in den meisten Übersetzungen mit `unrein` wiedergegeben, dadurch ist der Text einfacher zu verstehen. Doch eigentlich steht dort nicht `un-rein`, sondern `gemein`. womit der absolute Gegensatz von `rein` exakt herausgestellt wird. Natürlich bedarf dieses Wort der Erklärung. Die Kriterien im Gesetz Moses für `rein` oder `gemein` waren für alle Lebensbereiche festgelegt. Sie sind jedoch durch die Überlieferungen der Ältesten erweitert worden. So war etwas oder jemand `gemein`, wenn es (er, sie) dem rituellen Reinheitsstandart nicht entsprach. Wenn es sich außerhalb der für Gott geweihten, geheiligten Sphäre befand und daher unbrauchbar, verwerflich, unrein wurde (3Mose 11,2-22; Apg 10,15.28; 11,3-9; 21,28: „diese Stätte gemein gemacht und daher entweiht“). 

Als nächstes fragen wir, ob der Vorwurf der Pharisäer berechtigt ist? Die Formulierung: „mit unreinen (gemeinen), das heißt mit ungewaschenen Händen“, war laut dem Verständnis der Pharisäer: ungewaschen = gemein/unrein, auch wenn die Hände an sich sauber sind. Die Folge: Wenn die nicht gewaschenen Hände als gemein angesehen werden, dann hat es Auswirkungen auch auf die ansonst reinen Speisen, weil diese mit der Hand in den Mund geführt werden. Denn nach dem Gesetz wurde die Unreinheit durch Berührung übertragen (4Mose 19,22: „Und alles, was der Unreine berührt, wird unrein werden, und wer ihn berührt, soll unrein sein bis zum Abend.“ Es ist jedoch nicht vorstellbar, dass sich Jesus und seine Jünger bewusst und absichtlich mit schmutzigen Händen an den Tisch gesetzt hätten. So bezeugt Petrus noch Jahre später: „O nein, Herr; denn es ist nie etwas Gemeines oder Unreines in meinen Mund gekommen.“ (Apg 11,8). Der Vorwurf an die Jünger traf bei einer anderen Gelegenheit auch Jesus selbst. So lesen wir in Lukas 11,38: „Als das der Pharisäer sah, wunderte er sich, dass er (Jesus) sich nicht vor dem Essen gewaschen hatte.“ Es bestand demnach für Jesus (und zwar konkret in diesem Fall) nicht die Notwendigkeit zur Waschung, denn bei einer anderen Gelegenheit hätte Jesus sehr gerne eine Waschung (Fußwaschung) in Anspruch genommen, doch dort wurde diese ihm verweigert (Lk 7,44).

Eigentlich deckt der von den Pharisäern ausgesprochene Vorwurf an die Adresse der Jünger, die Oberflächlichkeit der überlieferten Vorschrift auf. Weil dabei nicht die Frage nach der Notwendigkeit des Händewaschens gestellt wurde, sondern, nach der äußeren Befolgung der Vorschrift – eine handvoll Wasser und der Buchstabe ist erfüllt. Die Verordnung `Hände waschen` ist in den Reinheitsvorschriften des Mosaischen Gesetzes explizit für die rituelle Reinheit und Dienstbereitschaft der Priester vorgeschrieben worden (2Mose 30,19-20; 2Mose 40,32 u.a.m.). Ansonsten ist öfters von `Füße waschen` die Rede, aber auch Waschungen zum Zwecke der rituellen Reinheit (1Mose 18,4; 24,32; 3Mose 15,11 u.a.m.). Vielleicht kommt die Verordnung für das Händewaschen nicht so oft vor, weil beim Waschen anderer Körperteile, Kleider oder Gegenstände, die Hände gleichzeitig auch gewaschen wurden. Jedoch ist das Waschen der Hände `vor dem Essen` im Gesetz Moses nicht ausdrücklich vorgeschrieben. Aus rein praktischen, gesundheitlichen Überlegungen und zum Zwecke der Erfrischung, nutzte man gerne die Gelegenheiten für körperliche Hygiene (1Mose 43,31; 2Sam 12,20; Hes 16,9; Joh 2,6).

Es fällt auf, dass Jesus in diesem Fall auf den Vorwurf der Pharisäer zunächst nicht eingeht. Doch bei einer anderen Gelegenheit (bei der Jesus selbst das Händewaschen unterlassen hatte) tadelt er sehr bewusst die Pharisäer mit den Worten: „Ihr Pharisäer, ihr haltet die Becher und Schüsseln außen rein; aber euer Inneres ist voll Raub und Bosheit. Ihr Narren, hat nicht der, der das Äußere geschaffen hat, auch das Innere geschaffen? Doch gebt als Almosen von dem, was da ist; siehe, dann ist euch alles rein.“(Lk 11,37-41; vgl. auch mit Mt 23,25-26). Mit dem „Äußeren“ meint Jesus sehr wahrscheinlich den Körper, mit dem „Inneren“ das Herz, den inneren Menschen. Der Ev. Markus erläutert im Detail die von Jesus angesprochene Praxis der Pharisäer. „Wenn die Juden vom Einkaufen nach Hause kommen, waschen sie mit einer Hand voll Wasser ihre Hände vor dem Essen. Auch achteten sie sorgfältig darauf, ihre Trinkgefäße, Kessel und Tonkrüge zu waschen (Mk 7,3-4). Auf diese Weise entwickelte sich im Laufe der Zeit aus einer durchaus sinnvollen Waschungspraxis eine feste Tradition, bei der nicht mehr der tiefe Sinn, sondern die äußere Form im Vordergrund stand. Und dies tadelte Jesus, nicht jedoch die Waschung an sich, wenn die Notwendigkeit und auch die Möglichkeit dazu bestand.

 

7.8.2 Jesus tadelt die Pharisäer wegen der Auflösung der Gebote Gottes

Jesus nennt die Pharisäer „Heuchler“ (Schauspieler), weil er ihr Herz sieht und weiß, was sie denken und aus welchem Grund sie seine Jünger anklagen. Denn die Anklage der Jünger ist auch eine Anklage an deren Lehrer. Seine Antwort, die er mit einem Jesajazitat belegt, macht dies deutlich: „Dies Volk ehrt mich mit den Lippen; aber ihr Herz ist fern von mir. Vergeblich dienen sie mir, weil sie lehren solche Lehren, die nichts sind als Menschengebote“ (Jes 29,13).

Jesus hat sicherlich nichts gegen persönliche Hygiene einzuwenden, hatte er doch selber beim Besuch des Pharisäers Simon bemängelt, dass jener ihm kein Wasser gegeben hatte, um seine Füße zu waschen (Lk 7,44). Er will aber deutlich machen, dass die Pharisäer die Praxis dieses Rituals nicht wegen der Liebe zu Gott, sondern wegen ihres eigenen Ansehens einhalten und von anderen einfordern (Joh 5,42; Lk 11,46). Durch die penible (legalistische – gesetzliche) Einhaltung dieser äußerlichen Verordnungen, traten die viel wichtigeren Gebote Gottes in den Hintergrund. Durch die einseitige Überbetonung, wurde die Absicht der Gebote Gottes falsch verstanden und sogar verdreht, wie das nächste Beispiel von Jesus zeigt.

Ihr verlasst Gottes Gebot und haltet der Menschen Satzungen“. Und er sprach zu ihnen: „Wie fein hebt ihr Gottes Gebot auf, damit ihr eure Satzungen aufrichtet! Denn Mose hat gesagt (2Mose 20,12; 21,17): »Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren«, und: »Wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben.« Ihr aber lehrt: Wenn einer zu Vater oder Mutter sagt: Korban – das heißt: Opfergabe soll sein, was dir von mir zusteht -, so lasst ihr ihn nichts mehr tun für seinen Vater oder seine Mutter und hebt so Gottes Wort auf durch eure Satzungen, die ihr überliefert habt; und dergleichen tut ihr viel“ (Mk 7,10-13).

Jesus will das die Pharisäer ihr Denken und ihre Lebenspraxis korrigieren, indem er ihre Lehr- und Lebensweise im Lichte der alttestamentlichen Schriftaussagen bewertet. Seit der Zeit von Jesaja hat sich wohl nichts geändert, denn was Gott vor Jahrhunderten durch seinen Propheten dem Volk vorgeworfen hat, bezieht Jesus ebenfalls auf seine Landsleute und Zeitgenossen. Dabei greift er aus der Vielzahl ein konkretes Beispiel heraus und beleuchtet es. Das Stichwort ist `Korban (hebr.)`, so ist es auch in die griechische und deutsche Sprache übernommen worden. Glücklicherweise wird der Begriff entweder durch Jesus selbst oder den Evangelisten erklärt, mit: „Opfergabe ist (soll sein), was ich (euch Eltern) schulde“. Im Gesetz verankert war nicht nur das Verbot, was Kinder niemals tun sollten, nämlich: den Eltern `fluchen`, sondern auch das Gebot `Eltern zu ehren`. Dies schloss nicht nur Unterordnung und Respekt ein, sondern bei Bedarf auch jede Art Hilfeleistung. Ehre und Achtung der Eltern bestand eben auch darin, dass die Kinder (Söhne) ihre Eltern im Alter materiell versorgten. Die `Korban–Opfergabe` wollte Gott nicht, aber die Priester im Tempel nahmen diese gern an, weil dadurch der Tempelschatz zusätzlich aufgefüllt wurde.

Jesus selbst ist im Bereich „Ehre Vater und Mutter“ uns ein Vorbild:

  • Jesus rief Simon zwar von der Familie weg in seine Nachfolge, doch er kümmerte sich für dessen Schwiegermutter, heilte sie und „sie stand auf und diente ihnen“ (Lk 4,39).
  • Dort wo kein Mann und Sohn mehr da war, kümmerte er sich um die Witwe: „Und als der Herr sie (die Witwe) sah, erbarmte er sich über sie und sprach zu ihr: Weine nicht! Und er trat hinzu und rührte den Sarg an; die Träger aber standen still. Und er sprach: Junger Mann, ich sage dir: Steh auf! Und der Tote setzte sich auf und fing an zu reden; und er gab ihn seiner Mutter.“ (Lk 7,13-15).
  • Sorgte er sich noch um seine Mutter, als er sich selbst in großen Schmerzen und Leiden des Todes befand: „Darauf spricht er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.“ (Joh 19,27).
  • In der Situation, in der die Witwen (meist waren es Frauen) von ihren Familienangehörigen (aus welchen Gründen auch immer) nicht versorgt wurden, übernahm die Gemeinde diese Fürsorgepflicht (Apg 6,1ff).
  • Auch der Ap. Paulus hebt die Verantwortung der Kinder und sogar Enkel gegenüber ihren Eltern und Großeltern hervor: „Wenn aber eine Witwe Kinder oder Enkel hat, so sollen diese zuerst lernen, am eigenen Haus gottesfürchtig zu handeln und den Eltern Empfangenes zu vergelten; denn das ist gut und wohlgefällig vor Gott., sich um die verwitwete Mutter zu kümmern“ (1Tim 5,4).

Werden sich die Pharisäer von Jesus überzeugen und korrigieren lassen? Werden sie einsichtig und Jesus recht geben? Werden sie sich demütigen unter das Wort Gottes und die Autorität von Jesus?

 

7.8.3 Jesus wendet sich an das Volk und disqualifiziert die Pharisäer

Bis jetzt hatte sich Jesus den Pharisäern und Schriftgelehrten zugewandt, doch als er merkt, dass sie sich nicht belehren lassen wollen, wendet er sich von ihnen ab und dem Volk wieder zu. So schreibt der Ev. Matthäus:

Und er rief das Volk zu sich und sprach zu ihnen: Hört zu (Mk: Hört mir alle zu) und begreift: Nicht (Mk: nichts) was zum Mund hineingeht, macht den Menschen unrein (gemein); sondern was aus dem Mund herauskommt, das macht den Menschen unrein (gemein). Da traten die Jünger hinzu und sprachen zu ihm: Weißt du auch, dass die Pharisäer an dem Wort Anstoß nahmen, als sie es hörten? Aber er antwortete und sprach: Alle Pflanzen, die mein himmlischer Vater nicht gepflanzt hat, die werden ausgerissen. Lasst sie, sie sind blinde Blindenführer! Wenn aber ein Blinder den andern führt, so fallen sie beide in die Grube.“ (Mt 15,10-14).

Wir merken gleich, dass Jesus, wie bereits bei anderen Vergleichen, sehr scharfkantige Aussagen macht. Doch das Volk ist mit der kurzen Aussage herausgefordert nachzudenken und sich darüber selbst ein Urteil zu bilden. Aber wir fragen: meint Jesus wirklich buchstäblich, dass es egal ist, was sich ein Mensch in den Mund steckt? Sicherlich nicht, denn er bewegt sich mit der scheinbar weitreichenden Aussage im Rahmen der angesprochenen Thematik und auch im Rahmen des Gesetzes? An anderer Stelle warnt er eindringlich vor Maßlosigkeit gerade beim Essen und Trinken: „Wenn aber jener Knecht in seinem Herzen sagt: Mein Herr lässt sich Zeit zu kommen, und fängt an, die Knechte und Mägde zu schlagen, auch zu essen und zu trinken und sich vollzusaufen,“ (Lk Lk 12,45).

Doch wer sich laut zu Wort meldet, sind die Pharisäer. Sie tun es aber nicht so offensichtlich vor Jesus, sondern sprechen sich wohl eher untereinander aus. Ihre Reaktion ist `Verärgerung, gr. eskandalisth¢san – sie nahmen Anstoß` an der Aussage  von Jesus. Es wundert darum nicht, dass sie Jesus vorwarfen `Fresser und Weinsäufer` zu sein“ (Mt 11,19). Die Reaktion der Pharisäer als Verärgerung, übermitteln die Jünger ihrem Lehrer. Doch Jesus bleibt gelassen. Menschen, die sich Gott und seinem Wort verschließen und sogar widersetzen, sind gleich dem Unkraut, welches zu seiner Zeit entfernt wird (Mt 13,30). Jesus bezeichnet sie als blinde Blindenführer, das ist ein hartes Wort und ein denkbar schlechtes Zeugnis, damit disqualifiziert er sie ihrer theologischen Kompetenz und ihres Amtes als Hirten des Volkes (Hes 34; Joh 10,1ff; Mt 23).

7.8.4 Jesus erklärt seinen Jüngern den tiefen Sinn dieses Gleichnisses

So schreiben die Evangelisten Markus und Matthäus weiter:

Markus: „Und als er von dem Volk ins Haus ging, fragten ihn seine Jünger nach diesem Gleichnis.“ Matthäus: „Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Deute uns dies Gleichnis! Er sprach zu ihnen: Seid denn auch ihr noch immer unverständig? Versteht ihr nicht, dass alles, was zum Mund hineingeht, das geht in den Bauch und wird danach in die Grube ausgeleert? Was aber aus dem Mund herauskommt, das kommt aus dem Herzen, und das macht den Menschen unrein (gemein). Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsches Zeugnis, Lästerung. Das sind die Dinge, die den Menschen unrein (gemein) machen. Aber mit ungewaschenen Händen essen macht den Menschen nicht unrein (gemein).“ (Mt 15,15-20).

Als Jesus mit seinen Jüngern allein im Hause ist, meldet sich Petrus (in Absprache mit den anderen Jüngern) bei seinem Lehrer: Deute uns dies Gleichnis. Jesus ist nicht ungeduldig, doch will er schon mal von seinen Jüngern etwas mehr Mitdenken und Verstehen erwarten. Trotzdem wiederholt er seine Sicht, dass alles, was zum Munde eingeht, den Menschen nicht unrein (gemein) macht. Und die Ergänzung bei Markus: „denn es geht nicht in sein Herz, sondern in den Bauch und kommt heraus in die Grube. Damit erklärte er alle Speisen für rein.“ (Mk 7,19). Das griechische Wort: `afedröna` kommt zwar nur in diesem Zusammenhang vor, doch beschreibt es die Grube (den Abort), entsprechend der Vorschrift im Gesetz Moses (5Mose 23,14).

Und dann fügt der  Ev. Markus noch hinzu: „Damit erklärte er (Jesus) auch alle Speisen für rein“ (Mk 7,19b). Der griechische Text ist an dieser Stelle sehr kurz und nicht ganz eindeutig: „καθαρίζων πάντα τὰ βρώματα katharizön panta ta brömata – reinigend alle Speisen“.

Diese Deutung haben die meisten deutschen Übersetzungen. Damit hätte Jesus (zumindest andeutungsweise) die Einschränkungen im jüdischen Speiseplan, bzw. Teilung in `rein und gemein`, aufgehoben (3Mose 11,1-47). Dies wäre für die Pharisäer durchaus ein Grund gewesen, sich über Jesus zu ärgern. Aber hat Jesus dies gemeint oder sagen wollen? Wollte er für die Juden diese Begrenzungen aufheben?

Allerdings gibt es auch eine andere Variante der Übersetzung dieses Textes, wie zum Beispiel

  1. Schlachter 2000: „und wird auf dem natürlichen Weg, der alle Speisen reinigt, ausgeworfen“, oder
  2. Menge: „und auf dem natürlichen Wege, der alle Speisen reinigt, wieder ausgeschieden wird“, ähnlich auch
  3. Elberfelder in der Fußnote.

Dies ergibt dann einen anderen Sinn, weil sich der Zusatz ` katharizönreinigend` auf den Verdauungsprozess und die Ausscheidung in die Grube bezieht. Damit hätte Jesus die Vorschriften für reine und unreine Speisen (Tiere, Vögel, Fische aus 3Mose 11,1-47) nicht aufgehoben. Hat er doch erst gerade den Pharisäern vorgeworfen, die Gebote Gottes aufgehoben zu haben. Doch eigentlich geht es Jesus nicht um die Aufhebung der Speiseverordnungen Gottes an Israel, auch nicht um die Frage: was ist für den menschlichen Körper mehr oder weniger bekömmlich, was ist mehr oder weniger gesund oder sogar giftig, sondern es geht um dass Grundprinzip, nämlich: die Speisen, welche den Mund passieren (mit oder ohne Handwäsche) gehen in den Bauch und nicht ins Herz. Damit spielen alle Speisen, im Vergleich zu den Ausscheidungen des Herzens, eine untergeordnete Rolle und können (wie wir später sehen und erkennen werden) in dem jeweiligen zeitlichen und kulturellen Kontext angemessen bewertet und angewandt werden. In dem aktuellen Kontext geht es zunächst um die Waschung der Hände vor einer Mahlzeit und indirekt auch um die vom Gesetz definierten reinen Speisen. Hat sich doch Jesus selbst an alle Vorgaben des Gesetzes gehalten, sicher auch an die Speisevorschriften. Es geht hier in erster Linie und vordergründig um die Frage: Werden Speisen, Körper und sogar das Herz gemein/unrein, wenn jemand seine Hände vor dem Essen nicht gewaschen hat? Und Jesus sagt: „Aber mit ungewaschenen Händen essen, das verunreinigt den Menschen nicht“, oder: „das macht ihn nicht gemein“ (Mt 15,20).

 

Trotzdem wollen wir uns in diesem Zusammenhang mit der Frage beschäftigen, wie sich Christen damals in Bezug auf Speisen verhalten haben? Gibt es in Bezug auf Speisen in der Bibel eine Kontinuität – Festlegung für alle Zeiten und für alle Menschen, oder erkennen wir eine Diskontinuität, eine Vielfalt nach dem Motto: „Alles ist mir erlaubt — aber nicht alles ist nützlich! Alles ist mir erlaubt — aber ich will mich von nichts beherrschen lassen! Die Speisen sind für den Bauch und der Bauch für die Speisen; Gott aber wird diesen und jene wegtun.“ (1Kor 6,12-13). Aber nun der Reihe nach.

Was steht im Anfang, bevor das Gesetz durch Mose gegeben wurde, in Bezug auf die Speisen für den Menschen? Im Garten Eden konnte sich der Mensch (von einer Ausnahme abgesehen) nach Belieben von den Früchten der Bäume ernähren (1Mose 2,15-17). Bei der Aufnahme der Tiere in den Kasten (die Arche) machte Gott einen Unterschied zwischen reinen und unreinen Lebewesen – sieben Paare, bzw. zwei Paare (1Mose 7,2). Nach der Flut brachte Noah Gott Brandopfer (Ganzopfer) dar von reinem Vieh und reinen Vögeln (1Mose 8,20; vgl. 1Mose 4,4). Danach lesen wir  in Bezug auf die Nahrung für den Menschen folgendes: „Alles, was sich regt und lebt, soll euch zur Nahrung dienen; wie das grüne Kraut habe ich es euch alles gegeben. Nur dürft ihr das Fleisch nicht essen, während sein Leben, sein Blut, noch in ihm ist!“ (1Mose 9,3-4). Für die Opferung kamen auch nach der Sintflut nur reine Tiere in Frage (1Mose 8,20; 4,4). Aber für den allgemeinen Verzehr gab der Herr eine große Auswahl an Fleischspeisen frei. Es gab nur eine Einschränkung – kein Blut, bzw. kein Fleisch, in dem noch Blut ist, dies bedeutete auch kein Fleisch erstickter Tiere. Auf dem Speiseplan standen auch allerlei Kräuter.

In 3Mose 11,1-47 jedoch listet Gott Tiere, Vögel und Fische auf und nennt bestimmte Kriterien, anhand derer die Israeliten die reinen von unreinen unterscheiden können. Seit der Zeit gibt es in Israel ein eingeschränktes aber doch ausreichendes Menüangebot für gesunde Ernährung. Diese Einschränkung könnte ihre Begründung im Gesamtkontext der vielseitigen Absonderung des Volkes Israel von den Heiden und deren Gebräuchen, haben (5Mose 18,9-15; Esra 9,11). Dazu gab es in der Geschichte Israels weitere Einschränkungen für Menschen in bestimmten Diensten (Ri 13,1-14; Dan 11,1-14; Lk 1,15). Doch häufig hilten sich die Israeliten nicht an die Vorgaben des Herrn (Jes 65,4; 66,17).

Doch Petrus hat sich noch Jahre später an die jüdischen Speiseeinschränkungen gehalten (Apg 10,14-15; 11,9). Die Stimme aus dem Himmel: „Was Gott gereinigt hat, mache du nicht gemein“ bezog sich im übertragenen Sinne auf Menschen nicht jüdischer Herkunft, wie die Interpretation des Petrus bei Kornelius deutlich macht (vgl. Apg 10,15 mit 10,28.34-35). Aber steckt da vielleicht auch schon ein indirekter Hinweis darauf, dass Gott die Einschränkung (bei den Israeliten) um des Evangeliums willen (den Nationen) nicht auflegen wird? Sicher ist, dass diese Speiseeinschränkungen bei dem Aposteltreffen in Jerusalem im Jahre 48 n.Chr. den Heidenchristen nicht auferlegt wurden (unter Verbot stand weiterhin: Blut oder Fleisch in dem noch das Blut ist und Ersticktes, so wie Götzenopferfleisch und Unzucht Apg 15,5.23-29). Damit haben sich die Apostel und Älteste in Jerusalem sehr wahrscheinlich auf 1Mose 9,3-4 bezogen, also auf die Praxis, die vor dem Mosaischen Gesetz für alle Menschen üblich war. Das Verbot des Verzehrs von Götzenopferfleisch wurde später von dem Ap. Paulus in 1Kor 8,1-13 detailiert erklärt. Er gibt die meisten Erklärungen zu diesem Thema in seinen Briefen (vgl. Röm 14,1-23; 1Tim 4,3-5. In Kolosser 2,16-17 schreibt er: „So lasst euch von niemand richten wegen Speise oder Trank, oder wegen bestimmter Feiertage oder Neumondfeste oder Sabbate, 17 die doch nur ein Schatten der Dinge sind, die kommen sollen, wovon aber der Christus das Wesen hat.“ Ähnlich schreibt auch der Autor des Hebräerbriefes: „allein mit Speise und Trank und verschiedenen Waschungen. Dies sind irdische Satzungen, die bis zu der Zeit der Besserung auferlegt sind.“ (Hebr 9,10).

Fazit: Die Gläubigen an Jesus Christus aus den Nichtjuden bekamen, was die Äußerlichkeiten wie zum Beispiel: (Essen, Trinken, Kleidung, Waschungen, sonstige Rituale) betrafen, große Freiheit. Doch wurden sie angehalten, Rücksicht zu nehmen auf ihre Glaubensgeschwister aus den Juden und ebenso Rücksicht auf die Schwachen im Glauben. Auch für uns heute gilt: weises und rücksichtsvolles Verhalten in dem jeweiligen Kulturkreis um des Evangeliums willen, nach dem Vorbild des Apostels Paulus: „Denn obwohl ich frei bin von jedermann, habe ich doch mich selbst jedermann zum Knecht gemacht, auf dass ich möglichst viele gewinne. 20 Den Juden bin ich wie ein Jude geworden, damit ich die Juden gewinne. Denen unter dem Gesetz bin ich wie einer unter dem Gesetz geworden – obwohl ich selbst nicht unter dem Gesetz bin –, damit ich die unter dem Gesetz gewinne. 21 Denen ohne Gesetz bin ich wie einer ohne Gesetz geworden – obwohl ich doch nicht ohne Gesetz bin vor Gott, sondern bin im Gesetz vor Christus –, damit ich die ohne Gesetz gewinne. 22 Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne. Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise etliche rette. 23 Alles aber tue ich um des Evangeliums willen, auf dass ich an ihm teilhabe.“ (1Kor 9,19-23).

Jesus geht insbesondere auf die Frage seiner Jünger ein, denn auch sie hatten den Kern der Aussage nicht verstanden. Es geht um das verdorbene Herz des Menschen, aus dem viele böse Dinge durch den Mund herauskommen und den Menschen unrein (gemein) machen. Die Liste bei Markus ist lang und wird von Matthäus noch ergänzt:

Böse Gedanken – οἱ διαλογισμοὶ οἱ κακοὶ – oi dialogismoi oi kakoi (jm Plur., auch bei Mt). An für sich ist dieses Wort `dialogismos` wertneutral. Die Vorsilbe `dia – durch`, hat teilende Wirkung; die Wortwurzel `logis`, erinnert an Logik; die Endung `moi` bezeichnet die Mehrzahl. So kann das griechische Wort besser mit einem `Dialog in Gedanken, Überlegungen` wiedergegeben werden. In diesem Text werden böse Gedanken im Herzen hin und her bewegen um anschließend eine innere Teilung vorzunehmen und eine bewusste Entscheidung zu treffen (Beispiele: Lk 2,35; Mk 2,6;  Lk 5,22; 6,8; 9,46; Mt 16,8; Lk 24,38; Röm 1,21). Und nun folgen die einzelnen bösen Dinge, welche Jesus beim Namen nennt:

 

  1. Unzucht – πορνεῖαι – porneiai (im Plur., auch bei Mt). Sexualität gehört nach Gottes Wort und Willen in die Ehe zwischen Mann und Frau. Der Begriff `porneia`, (im Text Plural) umfasst alle Arten und Formen von geschlechtlicher (sexueller) Entgleisungen, immer beginnend in Gedanken des Herzens (Mt 5,32; 19,9; 21,31.32; Lk 15,30; Joh 4,17-18; 8,41; Apg 15,20; 21,25; Röm 1,27-31; 1Kor 5,1.9.10.11; 6,9.13.15.16.18; 7,2.21; 10,8; 2Kor 12,21; Gal 5,19; Eph 5,3.5; Kol 3,5; 1Thes 4,3; 1Tim 1,10; Hebr 11,31; 12,16; 13,4; Jak 2,25; Offb 2,14.20.21; 9,21; 14,8; 17,1.2.4.5.15.16; 18,3.9; 19,2; 21,8; 22,15).
  2. Diebstähle – κλοπαί – klopai (im Plur., auch bei Mt). Auch dieser Begriff ist umfassen und bezeichnet die verschidenen Arten von `an sich nehmen`, was einem nicht gehört oder `zurückbehalten`, was einem  nicht zusteht (Joh 10,1.8.10; 12,6; Röm 2,21; 1Kor 6,10; Eph 4,28; 1Petr 4,15).
  3. Morde – φόνοι – fonoi (im Plur., auch bei Mt). 2Mose 20,13; Mt 5,21: „töte nicht – οὐ φονεύσεις – ou foneuseis“. Mord ist Tötung mit bewusster und gezielter Absicht (Mk 15,7: Mt 22,7;  Apg 9,1; Der Teufel wird von Jesus `gr. anthropoktonos – Menschenmörder genannt (Joh 8,44); Wer seinen Bruder hasst, ist auch Menschenmörder (1Joh 3,15; 2Petr 4,15).
  4. Ehebruch – μοιχεῖαι – moicheiai (im Plur., auch bei Mt). Ehebruch ist wie Treuebruch mit schwerwiegenden Folgen.
  5. Habgier – πλεονεξίαι – pleonexiai (im Plur.). Lk 12,15: „hütet euch vor jeder Art von Habgier“; Röm 1,29; 1Kor 9,5; Eph 4,19; 5,3; Kol 3,5; 1Thes 2,5: 2Petr 2,3.14.
  6. Bosheit – πονηρίαι – pon¢riai (im Plur.). Auch die Bosheit, gleich Schlechtigkeit äußert sich in verschiedenen Varianten des menschlichen Verhaltens: Mt 5,11.37.39.45; 6,13.23; 7,11.17.18: 9,4; 12,34.35.39.45;13,19.38.49; 16,4; 18,32; 20,15; 22,10.18; 25,26.
  7. Arglist – δόλος – dolos . Arglistig, tückisch, hinterhältig, Falschheit, in den Rücken fallen (Joh 1,47: ohne falsch; Apg 13,10: voller Arglist; Röm 1,29: voller Arglist; 2Kor 4,2: ohne falsch; 1Petr 2,1: voller Arglist; 1Petr 2,22: Jesus war frei davon; 3,10: „der hüte seine Zunge, dass sie nicht Falsches redet“),
  8. Ausschweifung – ἀσέλγεια – aselgeia. Maßlosigkeit, hemmungslose Hingabe an Genüsse: Lk 21,34; 2Kor 12,21; Gal 5,19; Eph 4,19; 2Petr 2,7; 1Kor 15,32-33.
  9. Missgunst – ὀφθαλμὸς πονηρός – ofthalmos pon¢ros (wörtlich – böses Auge. So auch in Mt 20,15). Weitere Beispiele: 1Mose 26,14; 37,4 (Apg 7,9); 1Sam 18,8-9).
  10. Lästerung – βλασφημία – blasf¢mia (auch bei Mt). 3Mose 24,11; Mt 12,31; 26,65; 27,39; Mk 2,7; 3,28-29; 15,29; Lk 12,10; 23,39; Joh 10,33.36; Apg 6,11; 13,45; 18,6; 19,37; 26,11; Röm 2,24; 3,8; 14,16; 1Kor 10,30; Eph 4,31; Kol 3,8; 1Tim 1,13.20; 6,1.4; 2Tim 3,2; Tit 2,5; 3,2; Jak 2,7; 1Petr 4,4; 2Petr 2,2.10.11.12; Jud 8.9.10; Offb 2,9; 13,1.5.6; 17,3;
  11. Hochmut – ὑπερηφανία – yper¢fania. Selbstüberschätzung, Überheblichkeit (Spr 16,18; 2Chr 21,26; 2Chr 32,25; Dan 5,20;  Lk 1,51; Röm 1,30; 2Tim 3,2; Jak 4,6; 1Petr 5,5)
  12. Unvernunft – ἀφροσύνη – afrosyn¢. Unvernünftig, unverständig, unkluug (Mt 6,24; 7,24; 10,16; Lk 11,40; Röm 1,31;; 2Kor 11,1.16.17.19.21; Eph 5,17; 2Petr 2,15). Im Gegenteil dazu steht die Vernunft, die Klugheit, der Kluge, Vernünftige: Mt 24,45; 25,2.4.8.9;  Mk 5,15.
  13. Falsche Zeugnisse – ψευδομαρτυρίαι – pseudomartyriai (im Plur., nur bei Mt). 2Mose 20,16; 1Kön 21,1-20; Mt 19,18; 26,60; Apg 6,13.

Alle diese bösen Dinge kommen aus dem Inneren des menschlichen Herzens heraus und machen den Menschen gemein/unrein (Mk 7,21-23;  Mt 15, 19-20).

Alle diese bösen Dinge kommen aus dem Inneren des menschlichen Herzens heraus und machen den Menschen gemein/unrein (Mk 7,21-23;  Mt 15, 19-20).

Fragen / Aufgaben:

  1. Wo fand diese Diskussion statt und wer war dabei beteiligt?
  2. Was war der Anlass zu dieser Diskussion?
  3. Warum beachtete Jesus und seine Jünger gelegentlich nicht die Waschung ihrer Hände vor einer Mahlzeit? Hat Jesus etwas gegen körperliche Reinheit oder Körperpflege?
  4. Wie ist die Motivation der Pharisäer und Schriftgelehrter bei ihrer Fragestellung einzuschätzen? Um was ging es ihnen eigentlich?
  5. Welche Kenntnisse hast du über die Reinheitsvorschriften im Alten Testament und wozu wurden sie gegeben?
  6. Warum reagiert Jesus mit solch einer Schärfe? In welchen Situationen ist Klarheit und Eindeutigkeit heute gefragt?
  7. Die speisevorschriften, bzw. Einschränkungen nahmen in Israel einen breiten Raum ein. Wurden diese immer eingehalten?
  8. Welche zusätzliche Sonderregelungen gab es in Israel im Bereich essen und trinken?
  9. Hielt sich Jesus selbst an die regulären Einschränkungen aus 3Mose 11,2-22?
  10. Wie verstehst du die Erklärung des Evangelisten Markus: „damit erklärte er alle Speisen für rein“? Wären durch diese Aussage die alttestamentlichen Speisevorschriften aufgehoben? Gibt es auch eine Alternative zu dieser Übersetzung und mit welchem Ergebnis?
  11. Wie wurde dieser Bereich in der neutestamentlichen Gemeinde geregelt? Was blieb, was wurde verändert?
  12. Wie gehen wir heute mit den verschiedenen Ansichten in Bezug auf Speisevorschriften um? Welche Hilfestellung gibt uns der Apostel Paulus dazu?
  13. Erstelle eine Liste von den bösen Dingen, welche Jesus beim Namen nennt und vergleiche diese mit den Sündenlisten bei den Aposteln.
  14. Wie ist es zu erklären, dass im Herzen des Menschen so viele bösen Dinge verborgen sind?
  15. Welche Hilfestellung gibt es, um von diesen Dingen loszukommen?
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