Jesus kommt wieder

Einleitung

 

Für die Beschäftigung mit diesem Thema können folgende Gründe angeführt werden:

  • Jesus hat sehr viel und oft über sein Wiederkommen  gesprochen und die Apostel haben sehr viel darüber geschrieben. Wie viel dringlicher ist diese Thematik heute, weil wir diesem Ereignis zeitlich näher stehen als damals die ersten Christengeneration.
  • Die Gläubigen sollten wenigstens wissen, was im Neuen Testament in Bezug auf die Wiederkunft Jesu eindeutig zu verstehen gibt. Es gibt zwar einige Stellen über die es unterschiedliche Erkenntnisse gibt, die dann zum Teil zu  Spekulationen geführt haben. Es ist jedoch nicht das Ziel dieser Bibelarbeit auf die spezifischen, unklaren Stellen einzugehen.
  • Damit die Gläubigen an Christus diese Zeit nutzen, um bei der Wiederkunft Jesu in einem guten, geistlichen Stand angetroffen zu werden.
  • Für die, welche an Christus noch nicht glauben, damit sie ihre Beziehung zu Gott rechtzeitig ordnen.
  • Nicht zuletzt auch aus gefühlsmäßigen Empfindungen, damit ist gemeint die Vorfreude und die Sehnsucht, Jesus zu sehen und mit ihm als unseren Retter und Erlöser die Ewigkeit zu verbringen.

Jesus selbst hat am meisten von allen über die Tatsache sowie die Begleitumstände seines Wiederkommens gesprochen. Dabei macht er oft direkte Aussagen, oder beschreibt verschiedene Aspekte seines Kommens in Gleichnissen oder Bildern. Die vier Evangelien sind eine wahre Fundgrube zur Erschließung dieses großen Themas. Auch in allen übrigen neutestamentlichen Schriften wird  dieses Thema aufgegriffen und zum Teil detailliert behandelt.

Videoclip:

 

1. Jesus verspricht wiederzukommen

 

Wir beginnen mit der direkten Aussage Jesu, welche er kurz vor seinem Weggehen den Jüngern hinterlassen hat.

Euer Herz werde nicht bestürzt. Ihr glaubt an Gott, glaubt auch an mich! Im Hause meines Vaters sind viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, würde ich euch gesagt haben: Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe euch die Wohnstätte zu bereiten, so komme ich wieder, um euch zu mir zu nehmen, damit ihr seid, wo auch ich bin. (Joh 14,1-3).

Anmerkungen:

  • Im Hause Gottes gibt es viel Platz zum wohnen (bleiben).
  • Obwohl es im Vaterhaus genug Wohnraum gibt, geht Jesus hin um die Wohnstätte für seine Jünger vorzubereiten,
  • Jesus kommt wieder (gr. πάλιν – palin), Daher das zusammengesetzte Wort die Wiederkunft Jesu.
  • Bei seiner Wiederjunft nimmt Jesus seine Jünger zu sich,
  • Fortan sind sie für immer bei ihm und schhauen (erleben) seine Herrlichkeit (Joh 17,24).

Das ist der Ausblick, doch wollen wir dieses Thema der Reihe nach entfalten.

 

2. Ein kurzer Abriss der Ereignisse bis zur Wiederkunft von Jesus

Zum letzten Mal während der Passionswoche verlässt Jesus den Tempel und begibt sich auf den Weg zum Ölberg. Durch den begeisterten Ausruf der Jünger im Blick auf die  Kostbarkeiten des Tempelgebäudes, bringen sie ein großes Thema ins  Rollen. Jesus spricht über die bevorstehende Zerstörung der Stadt Jerusalems und des Tempels (siehe auch Lk 19,41-44; Mk 13,1f). So schreibt der Ev. Matthäus:

Und Jesus trat hinaus und ging von dem Tempel weg; und seine Jünger traten zu ihm, um ihn auf die Gebäude des Tempels aufmerksam zu machen. Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Seht ihr nicht dies alles? Wahrlich, ich sage euch: Hier wird nicht ein Stein auf dem anderen gelassen werden, der nicht abgebrochen werden wird. Als er aber auf dem Ölberg saß, traten seine Jünger für sich allein zu ihm und sprachen: Sage uns, wann wird das sein, und was ist das Zeichen deiner Ankunft und der Vollendung des Zeitalters? (Mt 24,1-3).

Aus dem Text erkennen wir, dass die Jünger eine Doppelfrage stellen.

  1. Frage: Wann wird die Zerstörung Jerusalems und des Tempels stattfinden?
  2. (Doppel) Frage: Was oder welches ist das Zeichen deiner Ankunft und des Endes des Zeitalters?

Im Zusammenhang unseres Themas suchen wir im Text des Matthäusevangeliums nach Jesu Antworten auf die von den Jüngern gestellten Fragen. Wir stellen fest, dass Jesus mit der Beantwortung der zweiten Frage (der Doppelfrage) der Jünger beginnt.

    • Verse 4-5: als Zeichen ´falsche Christusse´.
    • Vers 6: als Zeichen ´Kriege und Kriegsgeschrei´.
    • In Vers 6d: als Zwischenbilanz – ´das Ende ist noch nicht so bald da. Das griechische verneinende Wörtchen `οὔπω – oupö´,  meint: noch nicht, keineswegs`. Übrigens spricht diese Aussage von Jesus nicht für eine  Naherwartung der ersten Generation der Gläubigen.
    • Vers 7: als Zeichen ´Volk gegen Volk, Königreich gegen Königreich´, Hungersnöte, Erdbeben hier und dort´.
    • Vers 8: Es ist erst der Anfang der Wehen. Hier wird von Jesus der Vergleich zu den Geburtswehen einer Frau gebraucht, die wellenartig immer intensiver werden.
    • Vers 9: Es kommt zu Verrat und Auslieferung in Bedrängnise, ja sogar getötet werden Gläubige und gehasst von allen Völkern.
    • Vers 10: Viele werden sich ärgern, einander verraten und einander hassen.
    • Vers 11: Viele falsche Propheten werden aufstehen und viele verführen.
    • Vers 12: Wegen der Fülle (Überhandnahme) der Gesetzlosigkeit (gr. ανομία – anomia) wird die Liebe in vielen erkalten (Abfall vom Glauben).
    • Vers 13: Wer bis an das Ende ausharrt (geduldig durchhält), wird gerettet werden.
    • Vers 14: Wenn das Evangelium vom Reich (Gottes) gepredigt worden ist in der ganzen Welt (gr. Οικουμένη – oikoumen¢ – bewohnte Erde) zum Zeugnis allen Völkern, dann (gr. τότε – tote – dann, als Zeitangabe) kommt das Ende (gr. τέλος – telos – Vollendung).

Damit hat Jesus seinen Jüngern in einem ersten einprägsamen Überblick eine Antwort auf deren zweite Frage gegeben. Diese von Jesus beschriebenen Ereignisse sollten als Zeichen gesehen werden in der Zeitspanne bis zum Weltende, dem Abschluss des jetzigen Zeitalters. (lese auch die Paralleltexte aus Mk 13,1-13; Lk 21,5-19).

 

Ab Vers 15 geht Jesus auf die erste Frage der Jünger ein. Er sagt die für das jüdische Volk schwierigste und schmerzlichste Zeit seiner Geschichte voraus (siehe auch die Paralleltexte aus Mk 13,14ff; Lk 21,20ff). Und in diesen Texten verwoben schildert Jesus Details von Ereignissen, die sich im Laufe der gesamten Geschichte bis einschließlich seines Kommens ereignen werden – falsche Christusse und falsche Propheten, die zum Teil mit Wundern und Zeichen auftreten werden, um die Auserwählten zu verführen.

Unter der Leitung des Geistes nennt der Ap. Paulus Entwicklungen von Ereignissen, die sich in der von Jesus beschriebenen Zeitspanne zutragen werden.

Wir bitten euch aber, Brüder, wegen der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus und unserer Vereinigung mit ihm, dass ihr euch nicht schnell in eurem Sinn erschüttern, auch nicht erschrecken lasst, weder durch Geist noch durch Wort noch durch Brief, als seien sie von uns, als ob der Tag des Herrn da wäre. Dass niemand euch auf irgendeine Weise verführe! Denn dieser Tag kommt nicht, es sei denn, dass zuerst der Abfall gekommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit offenbart worden ist, der Sohn des Verderben.  (2Thes 2,1-3).

Auch der Ap. Paulus stand nicht in einer Naherwartung, wie dieser Text deutlich mach. Er greift bestimmte Aussagen von Jesus (Mt 24) auf:

  • Gesetzlosigkeit weitet sich aus,
  • Der Mensch der Sünde wird hervortreten,
  • Allerlei Arten von Verführern,
  • Die Liebe zur Wahrheit wird erkalten (Abfall vom Glauben).

Jesus hat auch schon von Verführungen durch falsche Propheten und falsche Christusse gewarnt. Dies alles entwickelte sich im Laufe der Kirchengeschichte und offenbart sich immer wieder bis der Herr kommt und allem Antigöttlichen ein Ende machen wird. So schreibt der Apostel weiter:

Und dann wird der Gesetzlose offenbart werden, den der Herr Jesus beseitigen wird durch den Hauch seines Mundes und vernichten durch die Erscheinung seiner Ankunft; ihn, dessen Ankunft gemäß der Wirksamkeit des Satans erfolgt mit jeder Machttat und mit Zeichen und Wundern der Lüge und mit jedem Betrug der Ungerechtigkeit für die, welche verloren gehen, dafür, dass sie die Liebe der Wahrheit zu ihrer Rettung nicht angenommen haben. (2Thes 2,8-10).

Von diesen Verführungen sprach der Ap. Paulus schon in Milet zu den Ältesten der Gemeinde in Ephesus (Apg 20,29-30). Auch Johannes der Apostel kommt auf die Verführungen durch den antichristlichen Geist zu sprechen (1Joh 4,1ff). Er betont, dass dieser Geist schon zu seiner Zeit wirksam war. Er hat viele verschiedene Gesichter, denn ´αντίχριστος – antichristps´ hat zwei besondere Ausprägungen. Die Vorsilbe ´αντι – anti´ meint sowohl gegen, als auch anstelle des Christus.

Doch dann ab Mt 24,27 spricht Jesus von der Ankunft des Menschensohnes und zwar durch den Vergleich (so wie) mit dem Aufleuchten des Blitzes oder mit der Geschichte Noahs (Mt 24,37-39), was den Aspekt von unerwartet, plötzlich und augenblicklich, schnell, betont.

Denn wie der Blitz ausfährt von Osten und bis nach Westen leuchtet, so wird die Ankunft des Sohnes des Menschen sein. (Mt 24,27; Lk 21,24).

 

 

3. Begriffserklärung

Durch folgende Begriffe und Aussagen wird das Kommen Jesu beschrieben:

  • Die Ankunft – gr. παρουσία – parousia (17 mal: Mt 24,3. 27. 37.39;  1Kor 15,23;  1Thes 2,19; 3,13; 4,15; 5,23;  2Thes 2,1.8; 2Petr 3,4.12; 1Joh 2,28; Hebr 13,5;  Jak 5,7.8).
  • Er kommt – gr. έρχεται – erchetai  (23 mal: Mt 16,27; 24;30.44; 25,31; 26,64;  Mk 13,25.26.35; 14,62;  Lk 9,26; 12,40; 18,8; 21,27;  Joh 14,3; Apg 1,11; 1Kor 4,5;  2Thes 1,10; Offb 1,7.8; 2,25; 3,11; 22,7.12.20).
  • Die Offenbarung / Enthüllung (gr. αποκαλύπσις – apokalypsis) Jesu Christi (4 mal: Lk 17,30; 1Kor 1,7; 2Thes 1,7; 1Petr 1,7).
  • Die Erscheinung (gr. επιφανεία – epiphania) Jesu Christi (7 mal: Mt 24,30;  2Thes 2,8; 1Tim 6,14; 2Tim 4,1.8; Tit 2,13; 1Petr 5,4).

Die Aussagen:

  • `Die Ankunft Jesu`,
  • oder sein Selbstzeugnis: `Ich komme bald / schnell`,
  • `Ich komme wieder`,
  • `Er kommt wieder`,
  • `Wenn der Menschensohn kommt`,
  • die Offenbarung Jesu Christi,
  • die Erscheinung Jesu Christi,

weisen auf ein und dasselbe Ereignis hin, wie es durch die Vergleiche der verschiedenen Texte leicht nachzuvollziehen ist. Zum Beispiel die Begriffe `Ankunft` und `Erscheinung` Jesu Christi beschreiben das eine große Ereignis des Wiederkommens Jesu, wie folgende Stelle aus 2Thes 2,8 deutlich macht:

Und dann wird der Gesetzlose offenbart werden, den der Herr Jesus töten wird durch den Hauch seines Mundes und zunichte machen wird durch die Erscheinung seiner Ankunft.

Beachten wir auch die bestimmten Artikel vor den Hauptwörtern:

Die Ankunft, die Erscheinung, die Offenbarung.

 

Weitere Bezeichnungen für dieses große Ereignis:

  • Der Jüngste / letzte Tag.  Jesu Wiederkunft läutet diesen letzten Tag ein.  (6 von Jesus selbst verwendet: Joh 6,39. 40. 44. 54; 11,24; 12,48).
  • Er wird auch einfach `Tag` genannt (mindestens 4 mal: Lk 17,30; Apg 17,31;  Röm 2,16;  1Thes 5,4),
  • Er wird auch `jener Tag` genannt (mindestens 8 mal; Mt 7,22; Mk 13,32; 14,25;  Lk 10,12; 17,31;  2Thes 1,10;  4,8; 2Tim 4,8),
  • Er wird auch `des Herrn Tag` genannt (mindestens 5 mal: 1Kor 1,8; 5,5;  2Kor 1,14;  1Thes 5,2; 2Thes 2,2),
  • Er wird auch `der Tag Christi` oder: `Christi Jesu` genannt  (mindestens 3 mal 1Kor 1,8; Phil 1,6.10).
  • Er wird auch `der Tag des Sohnes des Menschen` genannt (mindestens 2 mal: Lk 17,24. 30), Mt 24,38: „so wird auch die Ankunft des Sohnes des Menschen sein
  • Auch `der Tag des Gerichtes` (5 mal: Mt 10,15; 11,22; 12,26;  Apg 17,31;  Judas 1,6).
  • Er wird schließlich auch `der große Tag ihres Zorns` genannt (Offb 6,15).

Der Ap. Paulus, am Ende seines Lebens angelangt, schreibt seinen Mitarbeiter Timotheus:

Im übrigen ist mir der Kranz der Gerechtigkeit aufbewahrt, den mir der Herr, der gerechte Richter geben wird an jenem Tag, nicht mir aber allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung geliebt haben.  (2Tim 4,8).

Alle diese Begriffe in den jeweiligen Texten des NT sprechen von ein und demselben Ereignis, nämlich von der Wiederkunft Jesu am Ende von dem jetzigen Zeitalter.

Es bedurfte also vieler verschiedener Begriffe, um das eine große Ereignis des zweiten und damit auch letzten Kommens Jesu zu beschreiben.

4. Reihenfolge der Begleiterscheinungen vor und bei der Wiederkunft Jesu

Jesus selbst gibt eine Reihenfolge der Geschehnisse kurz vor und während seiner Ankunft. Voraus geht eine zeitlich begrenzte, jedoch große Bedrängnis (Trübsal).

4.1 „Aber gleich (gr. ευθέως – eutheös – sofort) nach der Bedrängnis jener Tage wird

die Sonne verfinstert werden und der Mond seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden.“

  • Der Kosmos vergeht, er wird aufgelöst. Die Sonne verliert ihre Leuchtkraft, ebenso der Mond seinen Schein. Die Sterne fallen vom Himmel (allerdings nicht auf die Erde). Der gesamte materielle Kosmos kollabiert sozusagen. In Anlehnung an die Worte Jesu beschreibt Petrus die Begleiterscheinungen des Kommens des Herrn mit den Worten:

Der Tag des Herrn wird aber kommen wie ein Dieb, an welchem die Himmel mit großem Krachen vergehen werden, die Elemente aber vor Glut verzehrt, werden sich auflösen, die Erde und die Werke auf ihr werden (im Gericht) gefunden werden (oder heimgesucht werden).  (2Petr 3,10).

Und als ob er nicht genug diese Begleiterscheinungen beschrieben hätte, fährt er 2 Verse weiter fort:

Indem ihr erwartet und beschleunigt die Ankunft des Tages Gottes, an dem die Himmel in Brand gesetzt werden und die Elemente in Glut schmelzen und sich auflösen werden. (2Petr 3,12).

Auch der Hebräerbriefschreiber betont, dass die erschaffene materielle Welt aufgelöst wird (Hebr 12,26-28). Dabei stützt er sich auf ein Prophetenwort aus dem AT.

Seine Stimme hat zu jener Zeit die Erde erschüttert, jetzt aber verheißt er und spricht (Haggai 2,6): »Noch einmal will ich erschüttern nicht allein die Erde, sondern auch den Himmel.«Dieses »Noch einmal« aber zeigt an, dass das, was erschüttert werden kann, weil es geschaffen ist, verwandelt werden soll, damit allein das bleibe, was nicht erschüttert werden kann. Darum, weil wir ein unerschütterliches Reich empfangen, lasst uns dankbar sein und so Gott dienen mit Scheu und Furcht, wie es ihm gefällt.

Und  der Ap. Johannes schreibt in Offenbarung 20,11:

Und ich sah einen großen weißen Thron und den der darauf saß vor seinem Angesicht floh die Erde und der Himmel und es wurde ihnen keine Stätte mehr gefunden.

Sehr gut erinnerten sich also die Jünger an die Worte ihres Herrn, der sagte:

Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen. (Mt 24,35). Das bedeutet, dass mit der Ankunft von Jesus die materielle Welt vergehen, also aufgelöst wird. Das heißt, dass Jesus unsere Erde nicht mehr betreten wird, denn sie wird es dann nicht mehr geben.  Der Himmel entwich wie eine Schriftrolle (Jes 34,4; Mt 24,35; 2Petr 3,10-13; Offb 6,13-14; 21,1).

  • Und dann (gr. ) wird das Zeichen des Sohnes des Menschen am Himmel erscheinen;
  • und dann werden wehklagen alle Stämme des Landes (der Erde), (Offb 1,7; 6,15).
  • und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Macht und Herrlichkeit. (Mt 25,31ff; 26,64; Offb 1,7; )
  • Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall,
  • und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Winden her, von dem einen Ende der Himmel bis zu ihrem anderen Ende. (Mt 24,29-31; Paralleltext Lk 21,25-28 hier ergänzt der Ev. Lukas den Matthäus).

 

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5. Wann wird dies geschehen, was sind die Zeichen?

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6. Folgende Ereignisse lassen sich aus den Aussagen Jesu und der Apostel ableiten

 

7. Die Auferstehung der Toten – zum Leben oder zum Gericht

Mit dem Erscheinen des Menschensohnes auf den Wolken des Himmels beginnt auch die Sammlung der Auserwählten durch den Dienst der Engel. Doch dieser Sammlung geht die allgemeine Auferstehung der Toten voraus wie sie Jesus in Johannes 5,28-29 vorausgesagt hatte:

Denn es kommt die Stunde, in welcher alle die in Gräbern sind, werden seine Stimme hören und werden hervorgehen, die da gutes getan haben zur Auferstehung des Lebens und die das Böse getan haben zur Auferstehung des Gerichts.

Von den Aposteln hat Paulus am meisten das Thema Auferstehung beschriben. Dabei geht es ihm zunächst nur um die Auferweckung und Verwandlung der Gläubigen.

Denn er selbst der Herr wird mit dem Befehlsruf und der Stimme des Erzengels und mit der Posaune Gottes herabkommen vom Himmel und die Toten in Christus werden auferstehen zuerst. Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt (ἁρπαγησόμεθα – narpag¢sometha – wörtl.: geraubt, entrissen) werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. So tröstet euch mit diesen Worten untereinander. (1Thes 4,16-18).

Denken wir daran, dass Paulus in diesem Zusammenhang die Frage der Thessalonicher beantwortet. Er beschreibt nur, was mit den entschlafenen Gläubigen geschehen wird bei der Ankunft Jesu (vgl. dazu 1Thes 4,13; Offb 10,7; 11,15ff). Ähnlich schreibt er an die Korinther, die in dieser Frage auch so manche Unklarheit hatten:

Das sage ich aber, liebe Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht ererben können; auch wird das Verwesliche nicht erben die Unverweslichkeit. Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune erschallen und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden. Denn dies Verwesliche muss anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muss anziehen die Unsterblichkeit. Wenn aber dies Verwesliche anziehen wird die Unverweslichkeit und dies Sterbliche anziehen wird die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht (Jesaja 25,8; Hosea 13,14): »Der Tod ist verschlungen vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel? «Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus“ (1Kor 15,50-57).

Paulus konnte sich dabei auf die Aussage von Jesus stützen: „Und er wird seine Engel senden mit hellen Posaunen, und sie werden seine Auserwählten sammeln von den vier Winden, von einem Ende des Himmels bis zum andern“ (Mt 24,31).

Dass alle gleichzeitig auferstehen werden, macht die Aussage des Paulus in 2Kor 5,10 deutlich, dass nämlich  `alle` vor dem Richter erscheinen müssen.

Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, damit jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei Lebzeiten, es sei gut oder böse..

Nach dieser Allgemeinen Auferstehung werden laut Mt 25,31 und folgenden alle Völker vor dem Menschensohn versammelt werden. Jesus erscheint als König in all seiner Herrlichkeit und wird als Richter das Endgericht halten.

Und er wird sie voneinander trennen, wie ein Hirte die Schafe von den Ziegen trennt, die einen zur Rechten und die anderen zur Linken.

Anmerkung: Bei der allgemeinen Auferstehung wird deutlich unterschieden zwischen denen in Christus und denen die ohne Chsistus sind.

  • Die in Chtistus werden mit einem verherrlichten, d.h. unvergänglichen (unverweslichen) Leib auferstehen zum ewigen Leben.
  • Die ohne Christus sind, werden auferstehen zum Gericht und Verdammnis, d.h. zum ewigem Tod (zweiter Tod). Nirgedwo lesen wir etwas darüber mit welchem Leib die Ungerechten auferstehen werden.

Paulus hebt das gerechte Urteil des Herrn bei dessen Ankunft für Gerechte und Ungerechte in 2Thes 1,6-10 hervor:

Bei Gott ist es gerecht Vergeltung zu üben über die, so euch bedrängen, euch aber, die ihre bedrängt werdet Ruhe mit uns bei der Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel mit den Engeln seiner Macht, im Feuer einer Flamme, zu bestrafen die, die Gott nicht kennen und die, die der Frohbotschaft von Jesus Christus nicht gehorchen, welche als Strafe zahlen werden ewiges Verderben, weg vom Angesicht des Herrn und weg von der Herrlichkeit seiner Stärke, wenn er kommt um verherrlicht zu werden unter seinen Heiligen und bewundert zu werden von allen, die zum Glauben gekommen sind“ (2Thes 1,6-10).

Wenn also Paulus in einer Kurzfassung an die Korinther (1Kor 15) und an die Thessalonicher (1Thes 4) nur von der Auferstehung der entschlafenen Gläubigen und der Verwandlung der noch lebenden Gläubigen spricht, dann ist dieses Geschehen im großen Rahmen der allgemeinen Auferstehung der Gerechten und Ungerechten zu erwarten wie es Jesus in Joh 5,28-29 grundlegend vorausgesagt hat. Die Texte sollten nicht isoliert voneinander ausgelegt werden, sie alle greifen ineinander, beschreiben die verschiedenen Aspekte des einen gewaltigen Ereignisses.

 

In Offb 20,11 und folgenden sieht Johannes daß im Gericht Bücher aufgetan werden:

Und ein anderes Buch wurde geöffnet, welches ist das Buch des Lebens. Und wer nicht gefunden wurde in dem Buch des Lebens der wurde geworfen in den feurigen Pfuhl, dies ist der andere, (der zweite und somit der ewige) Tod.

Und dies stmmt überein mit den Worten von Jesus in Matthäus 25,44-46. Dort wird der Richter / König zu denen zur Linken sagen:

Geht von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! Denn mich hungerte, und ihr gabt mir nicht zu essen; mich dürstete, und ihr gabt mir nicht zu trinken; ich war Fremdling, und ihr nahmt mich nicht auf; nackt, und ihr bekleidetet mich nicht; krank und im Gefängnis, und ihr besuchtet mich nicht. Dann werden auch sie antworten und sagen: Herr, wann sahen wir dich hungrig oder durstig oder als Fremdling oder nackt oder krank oder im Gefängnis und haben dir nicht gedient? Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch, was11 ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, habt ihr auch mir nicht getan. Und diese werden hingehen zur ewigen Strafe, die Gerechten aber in das ewige Leben. (Mt 25,41-46).

Denen zur Rechten wird der König antworten:

Dann wird der König sagen zu denen zu seiner Rechten, kommt her, ihr Gesegneten von meinem Vater, empfangt das Reich, welches bereitet ist seit Grundlegung der Welt. (Mt 25,34).

Nun schließt sich der Kreis, wenn wir noch mal die Worte Jesu aus Johannes 14,3 zitieren: „Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnstätten, wenn es nicht so wäre …“ aber es ist so, die gibt es schon, die hat Gott vorbereitet. Und er kommt, um die Seinen nach Hause zu holen.

 

 

 

8. Wann kommt der Tag, der Tag des Herrn?

Darauf gibt es eine eindeutige und klare Antwort, die von Jesus und den Aposteln sehr oft gegeben wurde

Niemand weiß es !!!

Aber von dem Tag und der Stunde weiß niemand, auch die Engel nicht im Himmel, auch der Sohn nicht, sondern allein mein Vater“ (Mk 13,32).

Denn des Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint“    (Lk 12,40).

damit die Zeit der Erquickung komme von dem Angesicht des Herrn und er den sende, der euch zuvor zum Christus bestimmt ist: Jesus. Ihn muss der Himmel aufnehmen bis zu der Zeit (χρόνων), in der alles wiedergebracht wird, wovon Gott geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten von Anbeginn“ (Apg 3,20-21).

 

Aber was die Zeiten und Fristen (χρονος και καιρος) betrifft, Brüder, so ist es gar nicht notwendig, daß euch geschrieben wird, denn ihr wißt selbst ganz genau, daß der Tag des Herrn kommen wird, wie ein Dieb in der Nacht. Wenn sie sagen: „Friede und Sicherheit, dann tritt das Verderben plötzlich an sie heran“ (1Thes  5,1-3a).

Den Blitz kann niemand voraussagen, es ist etwas plötzliches, unerwartetes.  Die Vorentladungen benötigen etwa 0,01 s. Die Hauptentladung des Blitzes dauert nur etwa 0,00003 s.  (Foto mit freundlicher Genehmigung von Viktor Karpowitsch).

Denn wie der Blitz ausgeht vom Osten und leuchtet bis zum Westen, so wird auch das Kommen des Menschensohns sein“ ( Mt 24,27).

Insgesamt ist es eine große Zahl an Aussagen, welche die Tatsache der plötzlichen, ja sogar unerwarteten Wiederkunft Jesu bezeugen. Auffallend und hilfreich zugleich ist die Aussage von Jesus in Matthäus 24,14:

Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen.

Doch es gibt Hinweise, sogenannte Zeichen der Zeit, welche diesem Tag vorangehen werden, so zum Beispiel in Mt 24,32-33;

An dem Feigenbaum lernt ein Gleichnis: Wenn seine Zweige jetzt saftig werden und Blätter treiben, so wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Ebenso auch: Wenn ihr das alles seht, so wisst, dass er nahe vor der Tür ist“.

Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blickt auf und hebt eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht(Lk 21,28).

  1. Wie bereiten wir uns auf die Begegnung mit Jesus vor?

Die Gemeinde als eine reine Jungfrau bereitet sich auf das Eintreffen ihres Bräutigams vor.

(Mt 25,1ff). Paulus fordert daher die Gläubigen auf:

So lasset uns nun von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und fortfahren in der Heiligung“ (2Kor 7,1).

Jesus fordert seine Jünger in Lukas 12,35-37 auf:

Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen und seid gleich den Menschen, die auf ihren Herrn warten, wann er aufbrechen wird von der Hochzeit, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun. Selig sind die Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend findet. Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich schürzen und wird sie zu Tisch bitten und kommen und ihnen dienen“.

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Es spricht, der dies bezeugt: Ja, ich komme bald. – Amen, ja, komm, Herr Jesus!

 Sonnenuntergang auf Zypern (Agia Napa). Eines Tages wird die Sonne zum letztenmal untergehen (Foto: Januar 2006).

 

Schlußfolgerung:

Gott der Vater wird seinen Sohn Jesus noch einmal senden am Ende der Weltzeit.

Wenn der Herr Jesus kommt, dann werden Himmel und Erde vergehen (durch Feuer vernichtet werden, aufgelöst werden),

Wenn der Herr kommt, dann werden alle Toten auferstehen (die Gläubigen in einem neuen verklärten Körper). Die Ungläubigen in einem nicht näher beschriebenem Körper, Damit besiegt Jesus den Tod und hebt ihn auf.

Wenn der Herr kommt, dann werden alle auf der Erde noch Lebenden verwandelt werden (die Gläubigen in einen neuen verklärten Körper, der dem verklärten Körper von Jesus ähnlich ist Phil 3,21),

Wenn der Herr kommt, dann wird das Endgericht gehalten, bei dem die Gottlosen  verdammt und die Gerechten belohnt werden,

Danach wird der Sohn das Reich an den Vater zurückgeben (1Kor 15,24-28), (danach) die Ewigkeit !

Für die Beschäftigung mit diesem Thema können folgende Gründe

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richt, der dies bezeugt: Ja, ich komme bald. – Amen, ja, komm, Herr Jesus!

 Sonnenuntergang auf Zypern (Agia Napa). Eines Tages wird die Sonne zum letztenmal untergehen (Foto: P.S. Januar 2006).

 

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100_2455Die Kirche agia Paraskevi in Geroskipou (Paphos) auf Zypern (Foto: 6. Januar 2006)

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Abbildung 2 Wunderschöne, beeindruckende Wolkenformationen beim Anflug auf Larnaka (Zypern) (Foto: Januar 2006). So ein Anblick erinnert an die Aussagen von Jesus und der Apostel, dass Jesus in den Wolken des Himmels wiederkommen wird. So schreibt Johannes in der Offenbarung 1,7: „Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben, und wehklagen werden seinetwegen alle Stämme der Erde. Ja, Amen..“

  • Jd seine Engel senden mit hellen Posaunen, und sie werden seine Auserwählten sammeln von den vier Winden, von einem Ende des Himmels bis zum andern“ (Mt 24,31).

Dass alle gleichzeitig auferstehen werden, macht die Aussage des Paulus in 2Kor 5,10 deutlich, dass nämlich  `alle` vor dem Richter erscheinen müssen.

  • Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, damit jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei Lebzeiten, es sei gut oder böse..

Nach dieser Allgemeinen Auferstehung werden laut Mt 25,31 und folgenden alle Völker vor dem Menschensohn versammelt werden. Jesus erscheint als König in all seiner Herrlichkeit und wird als Richter das Endgericht halten.

  • Und er wird sie voneinander trennen, wie ein Hirte die Schafe von den Ziegen trennt, die einen zur Rechten und die anderen zur Linken.

Paulus hebt das gerechte Urteil des Herrn bei dessen Ankunft für Gerechte und Ungerechte in 2Thes 1,6-10 hervor:

  • Bei Gott ist es gerecht Vergeltung zu üben über die, so euch bedrängen, euch aber, die ihre bedrängt werdet Ruhe mit uns bei der Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel mit den Engeln seiner Macht, im Feuer einer Flamme, zu bestrafen die, die Gott nicht kennen und die, die der Frohbotschaft von Jesus Christus nicht gehorchen, welche als Strafe zahlen werden ewiges Verderben, weg vom Angesicht des Herrn und weg von der Herrlichkeit seiner Stärke, wenn er kommt um verherrlicht zu werden unter seinen Heiligen und bewundert zu werden von allen, die zum Glauben gekommen sind“ (2Thes 1,6-10).

Wenn also Paulus in einer Kurzfassung an die Korinther (1Kor 15) und an die Thessalonicher (1Thes 4) nur von der Auferstehung der Entschlafenen Gläubigen und der Verwandlung der noch lebenden Gläubigen spricht, dann ist dieses Geschehen im großen Rahmen der allgemeinen Auferstehung der Gerechten und Ungerechten zu erwarten wie es Jesus in Joh 5,28-29 grundlegend beschrieben hat. Die Texte sollten nicht isoliert voneinander ausgelegt werden, sie alle greifen ineinander, beschreiben die verschiedenen Aspekte des einen gewaltigen Ereignisses.

In Offb 20,11 und folgenden sieht Johannes daß im Gericht Bücher aufgetan werden:

  • Und ein anderes Buch wurde geöffnet, welches ist das Buch des Lebens. Und wer nicht gefunden wurde in dem Buch des Lebens der wurde geworfen in den feurigen Pfuhl, dies ist der andere, (der zweite und somit der ewige) Tod.

Sicher hat sich der Apostel Johannes auf die Worte seines Herrn gestützt, denn in Matthäus 25,44-46 wird der Richter/König zu denen zur Linken sagen:

  • „Geht von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! Denn mich hungerte, und ihr gabt mir nicht zu essen; mich dürstete, und ihr gabt mir nicht zu trinken; ich war Fremdling, und ihr nahmt mich nicht auf; nackt, und ihr bekleidetet mich nicht; krank und im Gefängnis, und ihr besuchtet mich nicht. Dann werden auch sie antworten und sagen: Herr, wann sahen wir dich hungrig oder durstig oder als Fremdling oder nackt oder krank oder im Gefängnis und haben dir nicht gedient? Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch, was11 ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, habt ihr auch mir nicht getan. Und diese werden hingehen zur ewigen Strafe, die Gerechten aber in das ewige Leben“ (Mt 25,41-46).

Denen zur Rechten wird der König antworten:

  • Dann wird der König sagen zu denen zu seiner Rechten, kommt her, ihr Gesegneten von meinem Vater, empfangt das Reich, welches bereitet ist seit Grundlegung der Welt“ (Mt 25,34).

Nun schließt sich der Kreis, wenn wir noch mal die Worte Jesu aus Johannes 14,3 zitieren:

  • Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnstätten, wenn es nicht so wäre…“ aber es ist so, die gibt es schon, die hat Gott vorbereitet. Und er kommt, um die Seinen nach Hause zu holen.

Jesu Wiederkunft läutet auch den letzten oder auch den  Jüngsten Tag ein

  • Er wird der letzte oder jüngste Tag genannt (6 mal meistens von Jesus selbst verwendet: Joh 6,39. 40. 44. 54; 11,24; 12,48)
  • Er wird auch einfach Tag genannt (4 mal: 1Kor 3,13;  1Thes 5,4),
  • oder jener Tag (7 mal; Mt 7,22; Mk 13,32; 14,25;  Lk 10,12; 17,31;  2Thes 1,10;  2Tim 4,8),
  • oder des Herrn Tag (5 mal: 1Kor 1,8; 5,5;  2Kor 1,14;  1Thes 5,2; 2Thes 2,2),
  • oder der Tag des Sohnes des Menschen (2 mal: Lk 17,24. 30),
  • oder der Tag des Gerichtes (5 mal: Mt 10,15; 11,22; 12,26;  Apg 17,31;  Judas 1,6)

Der Apostel Paulus, am Ende seines Lebens angelangt, schreibt seinen Mitarbeiter Timotheus:

  • Im übrigen ist mir der Kranz der Gerechtigkeit aufbewahrt, den mir der Herr, der gerechte Richter geben wird an jenem Tag, nicht mir aber allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung geliebt haben“  (2Tim 4,8).

 

III.     Wann kommt der Tag, der Tag des Herrn?

Darauf gibt es eine eindeutige und klare Antwort, die von Jesus und den Aposteln sehr oft gegeben wurde

Niemand weiß es !!!

  • Aber von dem Tag und der Stunde weiß niemand, auch die Engel nicht im Himmel, auch der Sohn nicht, sondern allein mein Vater“ (Mk 13,32).
  • Denn des Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint“    (Lk 12,40).
  • damit die Zeit der Erquickung komme von dem Angesicht des Herrn und er den sende, der euch zuvor zum Christus bestimmt ist: Jesus. Ihn muss der Himmel aufnehmen bis zu der Zeit (χρόνων), in der alles wiedergebracht wird, wovon Gott geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten von Anbeginn“ (Apg 3,20-21).
  • Aber was die Zeiten und Fristen (χρονος και καιρος) betrifft, Brüder, so ist es gar nicht notwendig, daß euch geschrieben wird, denn ihr wißt selbst ganz genau, daß der Tag des Herrn kommen wird, wie ein Dieb in der Nacht. Wenn sie sagen: „Friede und Sicherheit, dann tritt das Verderben plötzlich an sie heran“ (1Thes  5,1-3a).
  • Den Blitz kann niemand voraussagen, es ist etwas plötzliches, unerwartetes.  Die Vorentladungen benötigen etwa 0,01 s. Die Hauptentladung des Blitzes dauert nur etwa 0,00003 s.  (Foto mit freundlicher Genehmigung von Viktor Karpowitsch).

  • Denn wie der Blitz ausgeht vom Osten und leuchtet bis zum Westen, so wird auch das Kommen des Menschensohns sein“ ( Mt 24,27).

Insgesamt ist es eine große Zahl an Aussagen, welche die Tatsache der plötzlichen, ja sogar unerwarteten Wiederkunft Jesu bezeugen. Auffallend und hilfreich zugleich ist die Aussage von Jesus in Matthäus 24,14:

  • Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen.

Doch es gibt Hinweise, sogenannte Zeichen der Zeit, welche diesem Tag vorangehen werden, so zum Beispiel in Mt 24,32-33;

  • An dem Feigenbaum lernt ein Gleichnis: Wenn seine Zweige jetzt saftig werden und Blätter treiben, so wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Ebenso auch: Wenn ihr das alles seht, so wisst, dass er nahe vor der Tür ist“.
  • Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blickt auf und hebt eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht(Lk 21,28).

IV.     Wie bereiten wir uns auf die Begegnung mit Jesus vor?

Die Gemeinde als eine reine Jungfrau bereitet sich auf das Eintreffen ihres Bräutigams vor.

(Mt 25,1ff). Paulus fordert daher die Gläubigen auf:

  • So lasset uns nun von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und fortfahren in der Heiligung“ (2Kor 7,1).

Jesus fordert seine Jünger in Lukas 12,35-37 auf:

  • Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen und seid gleich den Menschen, die auf ihren Herrn warten, wann er aufbrechen wird von der Hochzeit, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun. Selig sind die Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend findet. Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich schürzen und wird sie zu Tisch bitten und kommen und ihnen dienen“.

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Es spricht, der dies bezeugt: Ja, ich komme bald. – Amen, ja, komm, Herr Jesus!

 100_2446Sonnenuntergang auf Zypern (Agia Napa). Eines Tages wird die Sonne zum letztenmal untergehen (Foto: P.S. Januar 2006).

 

Schlußfolgerung:

Gott der Vater wird seinen Sohn Jesus noch einmal senden am Ende der Weltzeit.

  • Wenn der Herr Jesus kommt, dann werden Himmel und Erde vergehen (durch Feuer vernichtet werden, aufgelöst werden),
  • Wenn der Herr kommt, dann werden alle Toten auferstehen (die Gläubigen in einem neuen verklärten Körper). Die Ungläubigen in einem nicht näher beschriebenem Körper, Damit besiegt Jesus den Tod und hebt ihn auf.
  • Wenn der Herr kommt, dann werden alle auf der Erde noch Lebenden verwandelt werden (die Gläubigen in einen neuen verklärten Körper, der dem verklärten Körper von Jesus ähnlich ist Phil 3,21),
  • Wenn der Herr kommt, dann wird das Endgericht gehalten, bei dem die Gottlosen  verdammt und die Gerechten belohnt wer
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