Wer ist auf der Seite von Jesus?

 

Unser Standpunkt und Verhalten gegenüber der gegenwärtigen Situation in Europa

Ein Pastor aus einer Gemeinde in Astrachan ruft die Gläubigen auf zu einem Verhalten, welches der Gesinnung und den Worten von Jesus und der Apostel entspricht. Er ruft auf zu einer eindeutigen Position der Gläubigen an Jesus Christus, welche den Prinzipien des Reiches Gottes entspricht.

Er ist in einer russisch / ukrainischen Familie geboren . Sein Vater verließ seine Familie als er drei Jahre alt war. Er wurde von seinem russischen Stiefvater großgezogen, dessen Namen er heute trägt. Er ist mit einer ukrainischen Frau verheiratet. Er weiß wovon er redet. Er wendet sich in erster Linie an die Christen in der Ukraine mit vielen ermutigenden Worten. Doch er sagt auch: „Jetzt seid ihr dran in der Prüfung standzuhalten, aber auch wir bleiben nicht verschont“.

Die Inhalte seiner auffordernden Predigt finden ihren Niederschlag in dieser Ausführung. Welche von uns der russischen Sprache mächtig sind, können sich diese kurze Predigt im Originalton anhören. https://youtu.be/ey0VxTSeQjg

 

Einleitung

Kriege sind Folgen der Bosheit des menschlichen Herzens. Es begann mit dem Brudermord (1Mose 4,1-13; Jak 4,1). Jesus hat Kriege, Aufstände (Revolutionen) und Epidemien (Seuchen) Hungersnöte, Erdbeben (oft mit Vulkanausbrüchen) mit den Worten: „denn es muss so geschehen“ vorausgesagt (Mt 24,6-8; Mk 13,7-8; Lk 21,9-11). Es fällt gerade zu  auf, dass Jesus mit keinem Wort seine Jünger aufgefordert hatte zu beten und zu bitten, dass es nicht zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Völkern kommen soll. Auch nicht, dass die Seuchen ausbleiben sollen. Gott selber lies durch seine Propheten dutzende Mal seinem Volk sagen, dass er das Schwert, den Hunger, die Pest kommen lassen wird wegen ihrer Sünde des Götzendienstes und dem moralischen Zerfall (Hes 14,14-21; Offb 6,3-8). Doch nicht Gott, sondern Menschen machen Kriege, doch Gott lässt die Menschen gewähren , setzt ihnen aber auch Grenzen. Alle diese Reiche stehen unter dem direkten Einfluss des Satans (Offb 13,1-7). Er ist zwar der Fürst dieser Welt, doch Jesus hat ihn mit samt dieser Welt besiegt (Joh 12,29; 16,11; 14,33). Kriege offenbaren die Grundtiefe der menschlichen Bosheit. Und während die Christen Kriege und Kriegshandlungen der Großen dieser Welt verurteilen, handeln viele von ihnen lieblos in ihrem kleinen Verantwortungsbereich. Krieg, Gewalt und Machtmissbrauch  in Familien, in der Nachbarschaft, auf dem Arbeitsplatz, ja sogar unter Kindern zeugt von der verdorbenen Natur des Menschlichen Herzens (1Mose 8,21). Kriege können auch ein  Weckruf an alle Menschen zur Umkehr zu Gottsein. Die Christen sollten als erste damit beginnen.

Inmitten dieser weltlichen Reiche, errichtete Jesus sein himmlisches und ewiges Gottesreich, welches nicht materieller sondern geistlicher Natur is. Es ist ein Reicht des Friedens und der Gerechtigkeit (Jes 9,6; Dan 7,13-14; Lk 1,33). In diesem Reich herrschen andere Grundsätze und Prinzipien als in den Machtsystemen der Reiche dieser Welt. Jesus sagte Pilatus: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden darum kämpfen, dass ich den Juden nicht überantwortet würde; aber nun ist mein Reich nicht von hier.“ (Joh 18,36). Paulus schrieb an die Gläubigen in Rom: „Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist“ (Röm 14,17).

 

Grundsätze und Prinzipien für Das Verhalten der Gläubigen in dieser Welt (auch in Kriegszeiten):

  1. Eine Möglichkeit ist Flucht ( (Mt 10,23; 24,16; Mk 13,14;  Lk 21,21; Apg 8,1; 12,17).Die jüdische Widerstandsbewegung rief die Menschen auf zu den Waffen zu greifen. Jesus ordnete seinen Nachfolgern an zu fliehen. Ein Pastor einer Gemeinde in Mariupol befolgte mit seiner Gemeinde den Hinweis von Jesus.
  2. Bitte um Gottes Führung bei der Flucht (Mt 24,20). Dies bedeutet: Gott gewährt seinen Kindern auf deren bitte hin auf verschiedene Weise Fluchtkorridore
  3. Für Christen, welche bleiben oder bleiben müssen, ergeben sich viele Möglichkeiten zur humanitären Hilfe an Notleidenden oder Verletzten. Pastoren haben zusätzlich die Möglichkeit zum Dienst als Seelsorger.
  4. Keine Gewalt anwenden: Jesus sagte dem Petrus: „Wer das Schwert nimmt, kommt durch das Schwert um“ (Mt 26,52). Paulus schreibt: „Unser Kampf ist nicht mit Fleisch und Blut, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, mit den Herren der Welt, die über diese Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.“ (Eph 6,12).
  5. Keine Rache oder Vergeltungsaktionen: Jesus wies seine Jünger Jakobus und Johannes scharf zurecht mit den Worten: „Wisst ihr nicht, welches Geistes Kinder ihr seid?“ Und begründet dies mit den Worten: „„Denn der Sohn des Menschen ist nicht gekommen die Seelen (Leben) der Menschen zu verderben, sondern zu retten. Und sie gingen in ein anderes Dorf“ (Lk 9,53-56 ST Üs.). Petrus folgt seinem Herrn und schreibt an die Christen in der Zerstreuung: „Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Schmähung mit Schmähung, sondern im Gegenteil segnet, weil ihr wisst, dass ihr dazu berufen seid, Segen zu erben.“  (1Petr 3,9). Und Paulus schreibt an die Christen in Rom: „Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt Raum dem Zorn [Gottes]; denn es steht geschrieben: »Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht der Herr«. 20 »Wenn nun dein Feind Hunger hat, so gib ihm zu essen; wenn er Durst hat, dann gib ihm zu trinken! Wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln.« 21 Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse durch das Gute!“ (Röm 12,19-21). Das heißt auch: „lieber das Unrecht erdulden, als Unrecht tun“ (1Petr 2,19). Gerade in Kriegszeiten ist solch ein Verhalten bemerkenswert für Christen.
  6. Gebet für die Feinde: Bitte und Fürbitte zur Umkehr der Verblendeten, auch derer, die ganz oben an der Macht sind: „Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. 44 Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen, 45 damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel seid. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte.“ (Mt 5,43-45). Und noch am Kreuz betete er: : „Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!“ (Lk 23,34). Dies ist das größte und kraftvollste Zeugnis der Gläubigen für Christus an diese Welt.
  7. Einheit des Volkes Gottes in der Gesinnung Christi. „Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht 10 — euch, die ihr einst nicht ein Volk wart, jetzt aber Gottes Volk seid, und einst nicht begnadigt wart, jetzt aber begnadigt seid.“ (1Petr 2,9-10; vgl. dazu auch Gal 3,26-27: „ihr alle seid eins in Christus“). Die Gläubigen sollen sich nicht mehr von den machtpolitischen und schon gar nicht militärischen Strukturen dieser Welt gefangen nehmen lassen. Sie sind alle Kinder Gottes, haben einen Vater im Himmel und sind daher untereinander Geschwister.
  8. Insere Heimat Bürgertum) ist im Himmel: „Wir aber sind Bürger im Himmel; woher wir auch erwarten den Heiland (Retter), den Herrn Jesus Christus, 21 der unsern geringen Leib verwandeln wird, dass er gleich werde seinem verherrlichten Leibe nach der Kraft, mit der er sich alle Dinge untertan machen kann“ (Phil 3,20-21). Egal welchen Pass wir haben, in welchem Land wir leben und welchem Volk wir entstammen. In Christus sind wir durch den einen Geist Gottes versiegelt und in das himmlische Lebensbuch des Lammes eingetragen (vgl dazu auch Eph 2,11-21). Jesus und die Apostel  haben ihr  Leben nicht als Patrioten ihres jüdischen Landes geopfert, sondern für das Reich Gottes.
  9. Darum „fürchtet euch nicht“: Diesen Zuspruch gibt Gott seinen Kindern mehr als Hundert Mal und er deckt alle Situationen des Lebens ab.
  10. Und am Vorabend seines Leidens uns Sterbens hinterließ Jesus seinen Jüngern das Vermächtnis des wahren Friedens: „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.“ (Joh 14,27). Die Gemeinde darf dieses kostbare Gut des göttlichen Friedens nicht verschleudern.

 

Schlussfolgerung

Die Zeiten der Kriege, Hungersnöte, Epidemien sind für die Gläubigen Prüfungszeiten in denen ihr Glaube geläutert wird. Am Ende des Buches Daniel steht geschrieben: „Viele werden gereinigt, geläutert und geprüft werden, aber die Gottlosen werden gottlos handeln; alle Gottlosen werden’s nicht verstehen, aber die Verständigen werden’s verstehen.“ (Dan 12,10). Und Jesus sagte: „Und weil die Missachtung des Gesetzes überhandnehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten. 13 Wer aber beharrt bis ans Ende, der wird selig (gerettet). 14 Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen“ (Mt 24,12-14). Darum: „Lasst uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen. Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen.“ (Gal 6,9-10).

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