XI. Jesus – HERR aller Herren

Das sogenannte Sch`ma (Gottesbekenntnis) Israels in 5Mose 6,4 lautet: „Höre, Israel: Der HERR ist unser Gott, der HERR allein !“ Hier ist das Zahlwort „eins“ verwendet. Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Wer ist Jesus? | Verschlagwortet mit , , , , , | Schreib einen Kommentar

X. Jesus – der König aller Könige

Die Idee, der Gedanke `König` muß von Gott kommen, wie wir in 2Mose 15,18 lesen: „Der HERR wird König sein immer und ewig.“

Schon zu der Väter Zeit gab Gott Hinweise für ein Königtum (1Mose 17,6).

Der Titel König, gr. `βασιλευς` (hebr. Melchi) ist sehr alt und geht in die Urzeit zurück, in der Könige als Stadtkönige regierten (1Mose 14,8ff. 18).

Der Begriff ´βασιλεια´ bedeutet Königreich.

Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Wer ist Jesus? | Verschlagwortet mit , , , , | Schreib einen Kommentar

IX. Jesus – der wahre Hohepriester Gottes

Kein Mensch kann direkt zu Gott nahen, er braucht einen Mittler. Diesen Dienst versah der Priester, den Gott eingesetzt hatte. Der erste Priester, welcher das Volk Israel vor Gott vertreten sollte, war Aaron, der älteste Bruder Moses, deswegen wird er auch der Hohepriester genannt (arch iereus). Das Aaronitische Priestertum hielt sich mit einigen Unterbrechungen bis zur Zerstörung des Tempels im Jahre 70 n.Chr. Seitdem gibt es keinen Aaronitischen Priesterdienst mehr, denn dieser Dienst war ausschließlich an das Heiligtum (die Stiftshütte) und später den Tempel gebunden.

Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Wer ist Jesus? | Verschlagwortet mit , , , , , , | Schreib einen Kommentar

Erlösung durch Jesus Christus

Erlösung durch Jesus Christus

(Schritte des Glaubens, die zur Erlösung durch Christus führen)

Anleitung für Seelsorgehelfer und Gott suchende Menschen    

IMG_1083

Abbildung 1: Die Krippe und das Kreuz, die Geburt von Jesus und sein Sterben gehören zusammen (Foto: 18. Januar 2015).

Einleitung 

Abbildung 2 Ein Grabstein neben dem offenen Gartengrab in Jerusalem erinnert an das leere Grab des von den Toten auferstandenen Jesus. An diesem Ort kommt der Besucher zur Ruhe und Besinnung (Foto: April 1986).

„Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einziggeborenen Sohn gab, damit  alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern ewiges Leben haben.“ (Joh 3,16).

Gott liebte so sehr diese Welt, dass er seinen einziggeborenen Sohn gab (dahingab).      Durch diese Aussage macht Gott seine Einstellung und Beziehung zum Menschen deutlich. Darin wird auch erkennbar, warum er dem Menschen helfen will. Es geht hier nicht einfach nur um die Gabe seines Sohnes an die Menschen, sondern um dessen Hingabe für die Menschen. Die Hingabe des Sohnes beginnt mit der Menschwerdung von Jesus. Sie schließt seinen gesamten irdischen Dienst ein, gipfelt in seinem stellvertretenden Sterben am Kreuz für die Sünden der Menschheit und endet mit der Auferstehung und Erhöhung zur Rechten Gottes (Phil 2,6-11).

Eine der Wesenseigenschaften Gottes ist seine vollkommene Liebe. Die Liebe sucht jedoch Ausdrucksformen, um als solche erkannt zu werden. In Johannes 5,20 sagt Jesus: „Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er tut.“ Der Vater verbirgt nichts vor seinem Sohn, sondern zeigt ihm alles, was er tut und auch, was er vorhat zu tun. Göttliche Liebe teilt sich mit. Gottes Liebe war die Motivation, um in und durch Christus die Welt und den Menschen zu schaffen. Und die Liebe Gottes war die treibende Kraft, um in und durch Christus den in Sünde gefallenen und darum verlorenen Menschen durch Erlösung zu retten.

Er ist ein gebender Gott!

  • Er gibt gerne, jedoch ohne sich selbst und seine Gaben jemandem aufzuzwingen.
  • Er gibt reichlich, großzügig und ohne irgendeine Vorleistung.
  • Er gibt das Beste was er hat, nicht was er übrig hat oder nicht mehr bräuchte.

Diese Gabe unterstreicht seine liebevolle Einstellung zu den Menschen. Seine Liebe gründet jedoch nicht nur auf seinem Gefühl des Erbarmens und Mitleids, sondern ausdrücklich auf seinem Willen, denn: „Er will nicht, dass einige zugrunde gehen. Er möchte, dass alle Gelegenheit finden von ihrem falschen Weg umzukehren.“  (2Petr 3,9).

„Damit alle, die an Ihn glauben nicht verloren werden, sondern ewiges Leben haben.“

Der Glaube ist eindeutig auf die Person von Jesus Christus, den Sohn Gottes ausgerichtet. Die Aussage: „nicht verloren werden“ hebt die positive Folge des Glaubens an Jesus hervor. Dahinter steckt jedoch die traurige Tatsache, dass alle Menschen von Natur aus verloren sind. Gottes Diagnose lautet: „Sie, die Menschen, sind alle verloren“. Wenn Gott von dieser Tatsache nicht ganz überzeugt gewesen wäre, hätte er keineswegs solch einen hohen Aufwand betrieben mit der Hingabe seines einzigen, geliebten Sohnes.

Die Ursache der Verlorenheit des Menschen liegt im Abfall von Gott. Dieser Abfall begann mit Adam und Eva, dem ersten Menschenpaar. Gott sprach zum Menschen: „An dem Tag, an dem du davon (von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen) essen wirst, wirst du des Todes sterben“ (vgl. 1Mose 2,17; 3,1ff mit Röm 6,23).

Sünde ist demnach bewusste Übertretung des Gebotes Gottes und zieht Schuld nach sich. Der griechische Begriff `amartia` bedeutet Fehler, Verfehlung, Zielverfehlung. Die Übertretung und Zielverfehlung zieht den Tod nach sich. Tod im Sinne von abgetrennt sein von Gott, der Quelle des Lebens. Durch den Propheten Jesaja erinnert Gott an dieses traurige Ereignis: „Dein erster Vater (Adam) hat gesündigt“ (Jes 43,27).

Die Sünde und damit die Verlorenheit erstreckt sich auf alle Nachkommen Adams. In Psalm 53,3-4 lesen wir: „Gott blickt vom Himmel herab auf die Menschen. Er will sehen, ob es da welche gibt, die Verstand haben und nach ihm fragen. Doch alle sind sie von ihm abgefallen, verkommen sind sie, alle miteinander, niemand ist da, der Gutes tut, nicht einmal einer!“ (zitiert aus Röm 3,10-12).

Durch Paulus, den bedeutenden Theologen des ersten Jahrhunderts, lässt Gott noch einmal sagen: „Alle sind schuldig geworden und haben die Herrlichkeit verloren, in der Gott den Menschen ursprünglich geschaffen hatte.“ (Röm 3,23). „Deswegen, wie durch einen Menschen (Adam) die Sünde in die Welt hineingekommen ist und der Tod durch die Sünde, so gelangte der Tod zu allen Menschen, weil sie alle gesündigt haben.“ (Röm 5,12). Was Adam gesät hat, ernten alle seine Nachkommen:

  • Zweifel und mangelnder Glaube an Gottes Wort
  • Ungehorsam gegenüber der Stimme Gottes
  • Unzufriedenheit mit dem von Gott festgelegten Status/Stand
  • Streben nach Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung
  • Bewusstes Übertreten der Gebote Gottes
  • Streben nach dem verborgenen, verbotenen Wissen
  • Besserwisserei, Hochmut

Daraus folgt Unordnung, Zerfall, Zerstörung, Krankheit und schließlich der Tod. Wie wir sehen, zieht sich diese Diagnose Gottes von der Sündhaftigkeit und dadurch von der Verlorenheit aller Menschen sowohl durch die ganze Heilige Schrift als auch durch die Geschichte der Menschheit. Es ist nun eindeutig: Alle Menschen sind dem Tod verfallen und wären auf ewig verloren. Aber der Glaubende an Christus bekommt neues, ewiges Leben. Wenn der verlorene Mensch die Liebe Gottes in Jesus Christus erkennt, muss er glauben, um gerettet zu werden. Nur so bekommt er ewiges Leben. In Hebräer 11,6 steht geschrieben: „Es ist aber unmöglich, dass Gott an jemand Gefallen hat, der ihm nicht vertraut (glaubt). Wer zu Gott kommen will, muss ja fest damit rechnen, dass es ihn gibt und dass er die Menschen belohnt, die ihn suchen.“ (Hebr 11,6).

Der Glaube an Gott ist es also, das Bejahen Gottes, seiner Existenz, das Vertrauen in sein ewig gültiges Wort. Ebenso der Glaube an den Sohn Gottes, Jesus Christus:

  • den von Gott vor Grundlegung der Welt ausersehenen (1Petr 1,20)
  • im Gesetz und den Propheten verheißenen (5Mose 18,15;  Jes 53,4ff)
  • in der Fülle der Zeiten gesandten

Retter und Erlöser der Welt (Gal 4,4).

Von diesem Jesus steht geschrieben in Johannes 3,36: „Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben, wer aber dem Sohn nicht gehorcht, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.“

(1.) Schritt: Erkenntnis der Sündhaftigkeit

Dieser Schritt beginnt mit dem Eingestehen: Ich gehöre auch zu denen, die von Gott abgefallen sind und daher bin ich verloren.

Bei der Begegnung mit dem heiligen Gott ruft der Prophet Jesaja aus: „Wehe mir, denn ich bin verloren. Denn ein Mann mit unreinen Lippen bin ich und mitten in einem Volk von unreinen Lippen wohne ich. Denn meine Augen haben den König, den Herrn der Heerscharen gesehen.“  (Jes 6,5).

Simon Petrus, der spätere Apostel, fällt Jesus zu Füßen und sagt: „Herr, gehe hinaus, weg von mir, weil ich ein sündiger Mann bin.“ (Lk 5,8).

Im Licht der Heiligkeit Gottes verliert der Mensch das Bedürfnis, sich selbst zu rechtfertigen für Versäumnisse oder begangenes Unrecht. Er denkt gar nicht mehr daran, seine guten Werke Gott vorzuzeigen. Und in der Tat kann ein Mensch das Wohlwollen Gottes, seine Gunst, seine Gnade, ja seine herzliche Zuwendung nur dann erleben, wenn er wagt, diesen ersten Schritt zu tun.Dabei geht es um keinen gewaltigen Kraftakt, sondern um das ehrliche Eingestehen:

  • Gott, du hast recht, ich bin im Unrecht.
  • Gott, du bist heilig, ich aber bin ein Sünder und deshalb verloren.

(2.) Schritt: Das Bekennen des sündigen Lebens

Aufgrund der Tatsache, dass der Mensch in seiner Natur sündhaft ist, ist entsprechend auch seine Denkweise und Handlungsweise falsch. Dies ist schon bei Kindern erkennbar, doch Gott rechnet Sünde erst dann an, wenn ein Mensch in der Verantwortung bewusst Gottes Gebote missachtet oder das Angebot der Rettung ablehnt. So sagt Jesus: „Wenn ich nicht gekommen wäre und zu ihnen geredet hätte, so hätten sie keine Sünde; jetzt aber haben sie keinen Vorwand (Entschuldigung) für ihre Sünde.“ (Joh 15,22). Deshalb forderte Petrus die Menschen auf: „So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden.“ (Apg 3,19). Die Aufforderung `Tut Buße` (gr. metanoisate) bedeutet: Verändert euren Sinn, eure Gesinnung, denkt um. Das deutsche Verb bekehrt euch entspricht dem Griechischen `ypestrepsate – kehrt um`. Diese grundlegende Veränderung des Denkens und die gleichzeitige Abkehr vom bisherigen falschen Lebensstil ist zunächst noch keine Tat, aber trotzdem ein notwendiger Schritt hin zu Gott. Eine solche radikale Sinnesänderung stellen wir bei dem „jüngsten verlorenen Sohn“ aus Lukas 15,17-19 fest: „Er aber ging in sich und sagte: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Überfluss an Brot, ich aber komme hier um vor Hunger. Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir.“

  • Das „In-sich-gehen“
  • das „Einsehen“
  • das „Bereuen“
  • das „Es tut mir Leid“
  • der Ausruf: „Wie falsch dachte und lebte ich!“

Aber dann der Blick zu Gott hin, zum Vater, so dass schließlich der Wunsch zum Entschluss wird: „Ich will mich aufmachen, zu meinem Vater gehen und ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt.“

So wie auch David es in seinem sündigen Leben nicht aushielt und vor Gott seine Sünden bekannte, wenn er sagt: „Darum bekannte ich dir meine Übertretungen und verheimlichte nicht meine Schuld. Ich sagte: ich will dem Herrn meine Übertretungen bekennen.“ (Ps 32,5). In manchen Fällen hat das öffentliche Bekenntnis eine große Bedeutung, wie wir in Apostelgeschichte 19,17-19 lesen: „Viele von denen, die zum Glauben gekommen waren, kamen jetzt und gaben offen zu, dass auch sie früher Zauberkünste getrieben hatten. Eine beträchtliche Anzahl von ihnen brachte ihre Zauberbücher und verbrannte sie öffentlich. Man schätzte, dass die verbrannten Bücher 50.000 Silberstücke wert waren.“

Gott braucht von uns keine Sündenlisten. Er kennt ja unsere Vergangenheit, aber es ist gut, wenn wir die begangenen Sünden beim Namen nennen (Spr 28,13). Weitere Bibelstellen, in denen die Menschen aufgefordert werden Buße zu tun, sind: Lk 24,47; Apg 2,37-38; 3,19; 17,30. Sünde hat zwei Seiten, sie ist immer im Doppelpack, denn während der Mensch Falsches verübt, versäumt er das Richtige zu tun (Mt 25,34-46; Jak 4,17).

(3.) Schritt: Bitte zu Gott um Vergebung der Sünden

David bittet: „Wasche mich (Gott) von meiner Schuld und reinige mich von meiner Sünde.“ (Ps 51,3-4). „Erschaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen beständigen Geist.“ (Ps 51,9-12; Hes 36,26f).

Der Zöllner im Tempel bittet Gott: „Herr, sei mir Sünder gnädig.“ (Lk 18,13).           

Und der Verbrecher am Kreuz bittet: „Jesus, denke an mich, wenn du in dein Reich kommst.“ (Lk 23,42).

So unterschiedlich die Bitte auch formuliert wird, durch sie bringen wir unsere Beugung, unsere Hilfsbedürftigkeit und unser Vertrauen im Angesicht des Retters zum Ausdruck. Und der Herr sagt: „Bittet, so wird euch gegeben“. Diese Verheißung bezieht sich auch auf die Vergebung der Sünden.

(4.) Schritt: Die Annahme der Vergebung und der Rechtfertigung im Glauben

Man kann lebenslang Buße tun und unzählige Male um Vergebung bitten, doch wer das Geschenk Gottes im Glauben/Vertrauen nicht annimmt, der geht immer wieder leer aus und kommt nie zur Heilsgewissheit.

Einer Frau, die ihr sündiges Leben bereute, umdachte und umkehrte, sagte Jesus: „Deine Sünden sind dir vergeben. Dein Glaube hat dich gerettet, gehe hin in Frieden.“ (Lk 7,47.50). Sie glaubte und ging hin mit der Heilsgewissheit.

Vom Zöllner sagt Jesus: „Dieser ging gerechtfertigt in sein Haus.“ (Lk 18,14).

Die Vergebung annehmen heißt, der Verheißung Gottes glauben und zwar so, dass sie in diesem Augenblick von Gott eingelöst wird.

Zu dem Verbrecher am Kreuz sagte Jesus: „Ich versichere dir, du wirst noch heute mit mir im Paradies sein.“ (Lk 23,43).

Wen Gott von seiner Sünde reinigt, wem er sie vergibt, wem er sie auslöscht, wem er die Schuld tilgt, den spricht er auch gerecht: „Jeder, der an diesen (Jesus) glaubt, wird durch ihn gerecht gesprochen“. Diese Zusage machte Paulus den Menschen im pisidischen Antiochia (Apg 13,39). Und an die Gläubigen in Rom schrieb er: „Gerechtgesprochen aber aufgrund des Glaubens, haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.“ (Röm 5,1).

Schon die Propheten haben die Vergebung der Sünden im Neuen Bund aufgrund des Lebensopfers von Christus vorausgesagt (Jes 53; vgl. Jer 31,31-34 mit Hebr 8,10-12; 10,16-18; Mt 26,26-28; Apg 3,19).

  • Die Annahme der Vergebung der Sünden
  • Die Annahme der Erlösung aus der Knechtschaft der Sünde und des geistlichen Todes
  • Die Rettung aus der Verlorenheit und der Gottferne

kann deutlich in einem nachfolgenden Dankgebet zum Ausdruck gebracht werden.

Abbildung 3 Der Glaube drückt sich aus in dem Besteigen der von Christus in die Grube herabgelassenen Leiter. Er drückt sich aus im Ergreifen des von Jesus zugeworfenen Rettungsringes. Er drückt sich aus in dem bewussten betreten und überqueren der von Christus durch seinen Tod und Auferstehung gebauten Brücke (Zeichnung von Joela S. 22. Juli 2019)..

(5.) Schritt: Der Entschluss, das sündige Leben aufzugeben

Wenn es schon als selbstverständlich gilt, neue, saubere Kleidung vor Verschmutzung zu schonen und zu schützen, wie viel mehr sollte es für einen im Herzen gereinigten Menschen selbstverständlich sein, das alte, sündige Leben aufzugeben und das neue Leben vor der Verschmutzung durch Sünde zu schützen.

Dem Geheilten am Teich Bethesda sagte Jesus: „Sündige nicht mehr.“ (Joh 5,14).

Zu einer Frau, welche von den Pharisäern des Ehebruchs beschuldigt wurde, sagte Jesus: „Gehe hin und sündige nicht mehr.“ (Joh 8,11).

Den Gläubigen in Rom schrieb der Apostel Paulus: „Lasst also nicht zu, dass euer sterblicher Leib von der Sünde beherrscht wird. Gehorcht nicht seinen Begierden! Stellt eure Glieder und alle eure Fähigkeiten nicht länger in den Dienst der Sünde, die sie als Waffen gegen das Gute benutzt.“ (Röm 6,12-13).

Ähnliches schrieb er auch an die Kolosser, drückte es aber noch drastischer aus: „So tötet nun eure Glieder, die auf Erden sind, Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Begierde und die Habsucht, welche ist Götzendienst, wegen solcher (Laster) kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Ungehorsams! Unter diesen seid auch ihr einst gewandelt, als ihr in ihnen (diesen Gliedern) lebtet. Nun aber legt das alles ab, Zorn, Grimm, Bosheit, Lästerung, unanständige Rede aus eurem Mund! Lügt nicht gegeneinander, da ihr ja den alten Menschen mit seinen Taten ausgezogen und den neuen angezogen habt, der da erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Bild, des, der ihn geschaffen hat.“ (Kol 3,5-10).

Den Gläubigen in Ephesus schrieb Paulus: „Wer bisher gestohlen hat, der stehle nicht mehr, vielmehr aber soll er sich Mühe geben, um mit den eigenen Händen Gutes zu wirken.“ (Eph 4,28). Es gilt nun die alten sündigen Gewohnheiten durch neue gottgewollte Inhalte zu ersetzen.

(6.) Schritt: Die Bereitschaft sich taufen zu lassen

Die Taufe im Wasser ist an sich nicht heilsnotwendig (viele hatten nicht mal die Gelegenheit dazu), aber nach den Worten Jesu und der Apostel, so wie nach deren Praxis war sie eng verbunden mit Buße, Bekehrung und dem Glauben an Jesus Christus. Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Darum geht hin und macht zu Jüngern alle Völker, tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ (Mt 28,19).

An Pfingsten sagte Petrus zu den Menschen: „So tut nun Buße und lasse sich jeder von euch taufen auf den Namen Jesu zur Vergebung der Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.“ (Apg 2,38). Als Ergebnis der Predigt von Petrus lesen wir: „Die nun sein Wort aufnahmen, ließen sich taufen.“ (Apg 2,41).

041-IMG_0758

Abbildung 4  Der Fluß Jordan in der Nähe des Ortes Betanien wo Jesus von Johannes getauft wurde (Foto: P. Schüle 7. November 2014).

Von dem Gefängniswärter in Philippi heißt es: „Und er ließ sich sofort (noch in der Nacht) taufen, er und sein ganzes Haus.“ (Apg 16,33).

Paulus vergleicht den Übergang zum neuen Leben mit dem Bild der Taufe: „Durch diese Taufe wurden wir auch zusammen mit ihm begraben. Und wie Christus durch die Lebensmacht Gottes, des Vaters, vom Tod auferweckt wurde, so ist uns ein neues Leben geschenkt worden, in dem wir nun auch leben sollen.“ (Röm 6,4-5). 

(a) Was geschieht nun bei der Bekehrung?

Es ist wichtig festzuhalten, dass ohne das Wirken des Heiligen Geistes nichts geschieht, denn

  • er wirkt Sündenerkenntnis, überführt von der Sünde (Joh 16,8).
  • er fördert Sinnesänderung und Umkehr zu Gott (Apg 2,36-37).
  • er weckt den Glauben an Gottes Verheißung (Joh 14,26).
  • er vermittelt das Heil, wirkt die Erneuerung im Herzen (Joh 16,8; 3,3. 5; Apg 10,44; Tit 3,5).

Ohne den Heiligen Geist kann also der Mensch weder Gottes Kind werden noch Gottes Kind bleiben (2Tim 1,14). Doch ist es wichtig, auf die Verheißung der Gabe des Heiligen Geistes hinzuweisen und dafür zu beten, wie es auch Petrus und Paulus lehrten und praktizierten (Apg 2,38; 8,15; 19,1-7).

(b) Der neue Stand des bekehrten Menschen

  • Der zu Gott bekehrte Mensch hat nun den Status eines Kindes Gottes: „Wie viele ihn (Jesus) aber aufnahmen, denen gab er die Vollmacht (das Recht) Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.“ (Joh 1,12; 1Joh 3,1-2).
  •  Paulus schreibt an die Galater: „Ihr seid nämlich alle Söhne (Kinder) Gottes durch den Glauben an Jesus Christus.“ (Gal 3,26). Und er ergänzt: „Weil ihr aber Söhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in eure Herzen, der da ruft: Abba, Vater.“ (Gal 4,6).
  • Und an die Epheser schreibt er im Rückblick: „Als ihr gläubig wurdet (an Jesus), seid ihr in ihm (in Christus) versiegelt worden durch den Heiligen Geist der Verheißung.“ (Eph 1,13; Apg 2,37ff).
  • Der zu Gott bekehrte Mensch ist nun eine neue Schöpfung: „Ist nun jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung, das Alte ist vergangen, Neues ist geworden.“ (2Kor 5,17).
  • Bei der Bekehrung wirkt der Heilige Geist durch Gottes Wort eine geistliche Neugeburt, eine Geburt von oben, oder Wiedergeburt (Joh 3,3.5.7; 1Petr 1,3. 23; Tit 3,5).
  • Ein wiedergeborener Mensch ist erlöst von der ewigen Verdammnis (Röm 8,1).
  • Er hat Vergebung seiner Sünden/Schulden (Eph 1,7).
  • Er ist von Gott gerechtfertigt, gerecht gesprochen (Röm 5,1).
  • Er kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tode zum Leben hindurchgedrungen (Joh 5,24).

Ein wiedergeborener Mensch hat jetzt schon ewiges Leben und die begründete Hoffnung auf die Auferstehung des Leibes am letzten Tag, um von seinem Herrn und Erlöser in das ewige Reich seines Vaters aufgenommen zu werden (Joh 6,40; Mt 25,34)!

(c) Die Äußerungen des neuen Lebens durch das Wirken des Heiligen Geistes

Ganz unterschiedlich äußert sich das neue geistliche Leben in einem zu Gott bekehrten und von Gott wiedergeborenen Menschen:

  • durch den Wunsch nach Gemeinschaft mit Gläubigen im Gebet, dem Mahl des Herrn und der Lehre der Apostel (Apg 2,42)
  • durch Freude an der Gemeinschaft und Mitteilen an materiellen Gütern (Apg 2,43-47; 4,36)
  • durch mutiges Zeugnis für Christus und die damit verbundene Leidensbereitschaft (Apg 4,25-31; 7,1-60; 8,1ff; 11,19; 1Thes 1,8; 2,14)
  • Weisheit bei Problemlösungen, Wahrung der Einheit (Apg 6,1-5).
  • durch Vermittlungsdienst, Integrationshilfe in die Gemeinde(Apg 9,27)
  • durch Diakonie – gute Werke an Bedürftigen (Apg 9,36)
  • In der ersten Gemeindegeneration äußerte sich der Heilige Geist durch Reden in anderen Sprachen, indem sie Gottes Großtaten rühmten (Apg 2,4-12; 10,46; 19,1-7).
  • Freude und Jubel über die Errettung, sowie barmherziger Dienst (Apg 16,34)
  • durch Gastfreundschaft (Apg 9,43; 10,6; 16,14ff; 16,40)
  • durch öffentliches Bekenntnis zum Evangelium und der Abkehr vom Götzendienst (Apg 19,19)
  • durch Feindesliebe und Vergebungsbereitschaft (Apg 7,60).
  • durch den Wunsch und die Bereitschaft, Bedürftige und Notleidende materiell zu unterstützen (Apg 4,34; 11,29; 2Kor 8,1-9)

Nun gilt es, geistlich zu wachsen und den von Gott vorgesehenen Dienstplatz in der Gemeinde zu entdecken, um mit den vorhandenen Fähigkeiten und Gaben des Heiligen Geistes dem Herrn und seiner Gemeinde zu dienen (Eph 4; 1Kor 12; 1Petr 4,10).

Abbildung 6 Sonnenaufgang um 7 Uhr über dem Viktoriasee in Tansania (Foto am 11. März 2014). „Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln“ (Maleachi 3,20).

Inhalt und Fotos: Paul Schüle.

Überarbeitet und korrigiert von Karin Irion: September 2024

Weitere theologische und praktische Themen finden sie unter: gottesgeheimnis.net

Veröffentlicht unter JESUS | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Erlösung durch Jesus Christus

VIII. Jesus – der Christus Gottes

Zur Zeit des Alten Testaments wurden die Hohenpriester (Aaron von Mose 2Mose 40,13), die Propheten (Elisa von Elia 1Kön 19,16) und die Könige (David von Samuel 1Samuel 16,12ffl) für ihren Dienst mit Öl gesalbt. In der griechischen Übersetzung des Alten Testamentes (der LXX)  kommt die Bezeichnung ´Christos´ häufig vor, meist bezogen auf den Hohenpriester oder den König (3Mose 4,5. 16; 6,15; 1Sam 16,6ff; 24,7;.2Chr 6,42). Demnach waren die Gesalbten entweder Hohepriester, Propheten oder Könige. Die Salbung einer ausgewählten Person mit Öl bedeutete Vollmacht und Autorität im Auftrag und Namen Gottes zu reden und zu handeln. Die uns bekannte lateinische Bezeichnung Christus, griechisch `Χριστός `, hebräisch `Meschiach` oder `Maschiach` bedeutet übersetzt ins Deutsche – Gesalbter.

Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Wer ist Jesus? | Verschlagwortet mit , | Schreib einen Kommentar

VII. Jesus – der Prophet Gottes

Zu allen Zeiten und noch mehr heute tobt der Kampf ums gehört werden. Wer hat das erste oder auch das letzte Wort? Wer redet, übt gewisse Macht aus, wer zuhört wird mehr oder weniger beeinflusst. Um so wichtiger ist es bei dieser Fülle an Informationen abzuwägen, wem man Gehör schenkt.

Schon zur Zeit des Alten Testaments war ein Prophet ´ein Sprecher´ Gottes. Man nannte ihn auch `Seher`. Ein Prophet empfing von Gott Worte, Botschaften, Bilder, Anweisungen, die er dem Volk mitteilen und erklären musste. Er war von Gott her den Menschen zugewandt. So sind alle Propheten des Alten Testamentes, insbesondere Mose, in gewissem Sinne auch Vorbilder oder Vorläufer auf Christus hin.

Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Wer ist Jesus? | Verschlagwortet mit | Schreib einen Kommentar

VI. Jesus – Retter und Erlöser der Welt

Erlösung ist das größte und umfassendste Thema der Bibel. In den Texten des Alten Testaments offenbarte Gott immer wieder seinen Heilsplan (Rettungsplan). Besonders deutlich zeigt sich Gottes Rettung, in dem er das Volk Israel aus der Knechtschaft Ägyptens erlöste.

Daher wird diese Thematik auch hauptsächlich durch diese beiden Begriffe beschrieben:

  • Rettung – gr. `σωτηρία` – soteria,
  • Retter – gr. `σωτήρ, σωτήρος`- soter, soteros (auch herausragende Personen wurden als Retter bezeichnet, doch trägt diesen Titel vorwiegend Gott),
  • Erlöser/Retter – gr. ´ρυόμενος´ – ryomenos (dieser Begriff wird meist von den Propheten verwendet).
  • Erlösung – gr. ´απολύτρωσις, λύτρωσις, λύτρος´ – apolytrosis, lytrosis, lytros (dabei geht es um lösen, loslösen, loskaufen mit Lösegeld, oder mit Blut).

Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Wer ist Jesus? | Verschlagwortet mit , , | Schreib einen Kommentar

Ehe muss vorbereitet werden

Ehe muss vorbereitet werden

 

  • Wer baut ein Haus ohne Bauplan (Lk 14,28-30)?
  • Wer verreist, ohne sich vorher auf die Reise vorbereitet zu haben (Tit 3,13)?
  • Wer zieht ohne eine Strategie in den Kampf (Lk 14,31-32)?
  • Wer lädt Gäste ein und bereitet sich nicht darauf vor (Lk 14,16)?
  • Wer will heiraten, ohne sich darauf vorbereitet zu haben?

Je besser sich zwei Menschen auf die Ehe vorbereiten, je mehr Vorarbeit sie leisten, desto weniger müssen sie später nachholen. Mindestens 12 Lebensbereiche sollten in der Zeit der Freundschaft und Verlobung gemeinsam angesprochen werden.

 

Abbildung 1 Wir sind gemeinsam unterwegs um uns kennenzulernen (Zeichnung von J. S. 9. Januar 2018).

1. Einander kennenlernen

  • Die Familie des anderen, soweit wie möglich sogar die Verwandtschaft, die Herkunft, die Familiengeschichte,
  • Den Freundeskreis: dies kann sehr wertvoll sein,
  • Die Charakterzüge/Eigenschaften/Wesensmerkmale,
  • Die Stärken: Jeder hat sie, der eine mehr, der andere weniger,
  • Die Schwächen: Jeder hat sie, der eine weniger, der andere mehr,
  • Die Vorlieben, die Neigungen/Besonderheiten,
  • Die Ansichten, die Weltanschauung, die Lebensanschauung, die Wertvorstellungen, Glaubensfragen.

 

2. Die Prioritäten im Leben

  • Die Gottesbeziehung: Wie viel ist sie uns wert, wie viel Bedeutung messen wir ihr bei?
  • Beziehung und Stellenwert der Familie: Welchen Platz nimmt sie bei uns ein?
  • Wertvorstellungen über Kinder und hilfebedürftigen Menschen,
  • Beruf/Arbeit,
  • Gesundheit/Ernährung: Haben wir nur Vorsätze, oder üben wir uns in der Selbstbeherrschung, Mäßigkeit?
  • Freizeit/Hobbys: Wie weit sind sie förderlich, wann werden sie zum Hindernis?
  • Freunde/Bekannte: Mal mehr, mal weniger Zeit für Beziehungen nach außen,
  • Gemeinde: Zugehörigkeit,
  • Gottes Reich: lokal und global,
  • Soziale Gerechtigkeit in der Gesellschaft.

 

3. Erkenntnisse bzgl. Ehe und Familie

  • Hinweise der Bibel zur Ehe und Familie,
  • Schutz der Ehe in unserem Staat, sowie Vorteile und Auswirkungen gesunder und funktionierender Beziehungen in Ehe und Familie,
  • Trends im Bereich Ehe und Familie: Wo liegen Gefahren, wo neue Möglichkeiten?
  • Traditionen: Was sollte gepflegt werden, was kann überdacht oder neu geschaffen werden?

 

4. Verantwortungsvoller Umgang mit der Zeit

  • Zeit – Definition der griechischen Zeitbegriffe von `Chronos und Kairos`. Chronos gibt Auskunft über die Daten und Zeiträume, Kairos beschreibt den Inhalt dieser Zeiträume, die Qualität, wie diese Zeit ist oder womit diese Zeit ausgefüllt wird,
  • Kauft die Zeit (kairos) aus, denn die Tage sind böse (Eph 5,16); Was meint der Apostel Paulus damit?
  • Zeit ist nicht nur Geld, Zeit ist kostbarer als Geld,
  • Nimm Zeit dir zur Andacht und Ruh zum Gebet,
  • Ich habe keine Zeit – stimmt das? Was drückt man damit aus? / Was möchte man sagen?
  • Ich nehme mir Zeit für das, was mir wichtig ist,
  • Verschiedene Zeitzyklen bei Männern und Frauen (Frühaufsteher, Nachteulen J), wie kommt man damit zurecht?
  • Zeit zur Ruhe, Erholung und Entspannung,
  • Zeit zur Arbeit,
  • Was ist Freizeit, wie kann sie aktiv oder sinnerfüllt gestaltet werden?
  • Zeit für Einander, was heißt das?
  • Zeit zur persönlichen Entfaltung, zur Weiterentwicklung der Persönlichkeit, des Charakters.
  • Alles hat seine Zeit!

 

5. Umgang mit Geld/Materiellen Werten

  • Durch Eigenleistung erworbenes Geld oder andere materielle Güter,
  • Geschenktes Geld,
  • Ein gemeinsames Konto!?
  • Ohne Schulden in die Ehe,
  • Sparsamkeit: Wo fängt sie an, wo hört sie auf?
  • Was sind Geldgier, Geldliebe, Habgier und was sind ihre Folgen?
  • Geldwertsteigerung, Anlagen, Investitionen: Was ist sinnvoll, wo liegen die Risiken?
  • Ehre den Herrn mit deinem Gut – der ´Zehnte´ – Woher kommt diese Idee und wem gehört er eigentlich? Muss der Zehnte immer buchstäblich, mathematisch gerechnet werden? http://gottesgeheimnis.net/2016/06/25/der-zehnte-wem-gehoert-er-und-warum-2/
  • Wer verdient das Geld, wer gibt es aus J?
  • Taschengeld, Haushaltsgeld: Wie viel benötigen wir und wofür?
  • Unser finanzieller Rahmen, oder: sich nach der Decke strecken,
  • Ab welchem Betrag muss/soll man einander Rechenschaft geben? Ist es eine Sache der Einstellung und des Vertrauens?
  • Gemeinsam Haushalten,
  • „Mit dem Alten erhält man das Neue“,- Wie bewertet man Dinge, Gegenstände richtig? Was kann eingespart werden, wo sind Neuanschaffungen langfristig sinnvoller?
  • Schulden machen, was soll´s, – doch Vorsicht! Schulden können die Beziehung schwer belasten!
  • Ist das Teuerste gerade gut genug, wo sind die Grenzen? „Lasst euch genügen an dem, was da ist“ (Hebr 13,5).

 

6. Umgang mit Gaben / Fähigkeiten

  • Bestandsaufnahme: Was bringst du mit in die Beziehung?
  • Wie können sie zum Gemeinwohl (in der Ehe) eingesetzt werden?,
  • Wer weiß es besser, wer hat mehr …? Kein Konkurrieren, sondern ein Einander-ergänzen,
  • Durch Einsatz der Gaben werden diese vermehrt.

 

7. Umgang mit der Gabe der Sexualität

  • Liebe, Zärtlichkeit, Sexualität braucht einen von Gott und Menschen geschützten/intimen Rahmen. damit die Beziehung mit gutem Gewissen und echter Freude entfaltet werden kann (http://gottesgeheimnis.net/2013/12/30/ehe-nach-gottes-plan/),
  • Zusammenhängende Hinweise der Bibel zur Sexualität von Mann und Frau sowie gute Bücher sind hilfreiche Mittel für einen guten Start und lebenslange Ehe-Praxis,
  • Ehevorbereitungsseminare (auch wenn sie Geld kosten) sind eine wertvolle Investition in die Beziehung,
  • Geduld mit einander und Selbstbeherrschung festigen die Beziehung gerade auch vor der Ehe,
  • Nähe suchen, einander zugewandt sein,
  • Rücksichtnahme in besonderen Zeiten,

 

 8. Wer verändert wen?

  • Es ist pure Zeit- und Kraftverschwendung, wenn man den Anderen verändern will. Es sinnvoll hingegen, dass jeder an sich und seinem Charakter schleift und poliert, doch gilt auch hier: „Wer dich bittet, dem gib“ Hilfestellung, Ermutigung und Beistand, Schwachpunkte zu überwinden,
  • Schwächen (er)tragen, stärken fördern,
  • Der Prozess des Reifens dauert das ganze Leben, daher habt Geduld mit einander.

 

9. Achtung, Respekt, Wertschätzung

  • „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ heißt es schon im Grundgesetz (geliehen aus den Zehn Geboten),
  • Die Wahrheit lieben und sagen, so dass der andere nicht verletzt, sondern korrigiert wird,
  • Den anderen höher achten als sich selbst,
  • Sich dem anderen unterordnen im Herrn,
  • Niemals einander vor anderen beschämen oder bloßstellen, sich keine abwertenden Äußerungen erlauben.

 

10. Fürsorge und Annahme in schweren Zeiten / Krankheit / Leid

  • Leid und Krankheit sind Bestandteil des Lebens,
  • Richtiger Umgang mit einander in Krankheit und Leid festigen die Beziehung,
  • Schwere Schicksalsschläge in Familie und Verwandtschaft gemeinsam tragen,
  • Bis dass der Tod uns scheidet – Treue ist gefragt! (auch schon in der Verlobungszeit – Hosea 2,21-22)

 

10. Fürsorge und Annahme in schweren Zeiten/Krankheit/Leid

  • Leid und Krankheit sind Bestandteil des Lebens,
  • Richtiger Umgang mit einander in Krankheit und Leid festigen die Beziehung,
  • Schwere Schicksalsschläge in Familie und Verwandtschaft gemeinsam tragen,
  • Bis dass der Tod uns scheidet – Treue ist gefragt! (auch schon in der Verlobungszeit – Hosea 2,21-22)

 

 11. Wie lange währt die Liebe?

Abbildung 2 Schwanenpaare bleiben lebenslang einander treu (Foto: 28. Januar 2015).

  • Liebe Lebenslang, – Holz hält das Feuer am Brennen (1Kor 13),
  • Kreativität, Einfallsreichtum schützt vor Liebes-Kälte,
  • Überraschungen,- kleine Aufmerksamkeiten,
  • Gute Traditionen pflegen, gemeinsam feiern mit Familie und Freunden,
  • Zuneigung auch noch nach LX Jahren!? Fragt mal nach.
  • Kann mit zunehmendem Älterwerden die Liebe reifer, reiner, feiner, intensiver, vielseitiger werden, oder wie verläuft die Kurve in der Realität?

 

 12. Konflikte – Lösungen, Krisen – Bewältigung

  • Es wird Konflikte geben, welcher Art? (Wir haben uns nie gestritten, nie beleidigt,- gibt es so etwas? Wie glaubhaft sind diese Aussagen)?
  • Für Entstehung von Konflikten gibt es unterschiedliche Gründe, welche?
  • Welche Krisen sind für Männer, welche für Frauen spezifisch?
  • Konflikte sind aber dazu da gelöst zu werden. Was geschieht jedoch, wenn es keine Lösungen gibt, oder Lösungen unterlassen werden?
  • Erfolgreiche Konfliktlösung bringt Erfahrung mit sich, wie kann diese genutzt werden?

d

Abbildung 3 Eine Freundschaft, eine Verlobungsbeziehung und ein Ehebund gleichen einer stabilen Brücke, die tragfähig ist (Foto am 6. November 2014 im Wadi Rum-Jordanien).

Abbildung 3 Eine Freundschaft, eine Verlobungsbeziehung und ein Ehebund gleichen einer stabilen Brücke, die tragfähig ist (Foto am 6. November 2014 im Wadi Rum-Jordanien).

Die Ehe ist ein Treue-Bund, der zwischen zwei Menschen (Mann und Frau) fürs Leben geschlossen wird!

 

Veröffentlicht unter Ehe und Familie | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , | Schreib einen Kommentar

Darf ein Christ zürnen?

Im „Meyers Neues Lexikon“ finden wir folgende Definition des Wortes `Zorn`:
„Zorn, leidenschaftlicher und heftiger Unwille über etwas, das als Unrecht empfunden wird oder den eigenen Intentionen und Wünschen zuwiderläuft.
Zorn äußert sich in Miene, Wort oder Handlung und richtet sich meist gegen eine bestimmte Person.“ Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Fragen und Antworten | Verschlagwortet mit , , , , | Schreib einen Kommentar

Jesus kommt wieder

Einleitung

 

Für die Beschäftigung mit diesem Thema können folgende Gründe angeführt werden:

  • Jesus hat sehr viel und oft über sein Wiederkommen  gesprochen und die Apostel haben sehr viel darüber geschrieben. Wie viel dringlicher ist diese Thematik heute, weil wir diesem Ereignis zeitlich näher stehen als damals die ersten Christengeneration.
  • Die Gläubigen sollten wenigstens wissen, was im Neuen Testament in Bezug auf die Wiederkunft Jesu eindeutig zu verstehen gibt. Es gibt zwar einige Stellen über die es unterschiedliche Erkenntnisse gibt, die dann zum Teil zu  Spekulationen geführt haben. Es ist jedoch nicht das Ziel dieser Bibelarbeit auf die spezifischen, unklaren Stellen einzugehen.
  • Damit die Gläubigen an Christus diese Zeit nutzen, um bei der Wiederkunft Jesu in einem guten, geistlichen Stand angetroffen zu werden.
  • Für die, welche an Christus noch nicht glauben, damit sie ihre Beziehung zu Gott rechtzeitig ordnen.
  • Nicht zuletzt auch aus gefühlsmäßigen Empfindungen, damit ist gemeint die Vorfreude und die Sehnsucht, Jesus zu sehen und mit ihm als unseren Retter und Erlöser die Ewigkeit zu verbringen.

Jesus selbst hat am meisten von allen über die Tatsache sowie die Begleitumstände seines Wiederkommens gesprochen. Dabei macht er oft direkte Aussagen, oder beschreibt verschiedene Aspekte seines Kommens in Gleichnissen oder Bildern. Die vier Evangelien sind eine wahre Fundgrube zur Erschließung dieses großen Themas. Auch in allen übrigen neutestamentlichen Schriften wird  dieses Thema aufgegriffen und zum Teil detailliert behandelt.

Videoclip:

 

1. Jesus verspricht wiederzukommen

 

Wir beginnen mit der direkten Aussage Jesu, welche er kurz vor seinem Weggehen den Jüngern hinterlassen hat.

Euer Herz werde nicht bestürzt. Ihr glaubt an Gott, glaubt auch an mich! Im Hause meines Vaters sind viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, würde ich euch gesagt haben: Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe euch die Wohnstätte zu bereiten, so komme ich wieder, um euch zu mir zu nehmen, damit ihr seid, wo auch ich bin. (Joh 14,1-3).

Anmerkungen:

  • Im Hause Gottes gibt es viel Platz zum wohnen (bleiben).
  • Obwohl es im Vaterhaus genug Wohnraum gibt, geht Jesus hin um die Wohnstätte für seine Jünger vorzubereiten,
  • Jesus kommt wieder (gr. πάλιν – palin), Daher das zusammengesetzte Wort die Wiederkunft Jesu.
  • Bei seiner Wiederjunft nimmt Jesus seine Jünger zu sich,
  • Fortan sind sie für immer bei ihm und schhauen (erleben) seine Herrlichkeit (Joh 17,24).

Das ist der Ausblick, doch wollen wir dieses Thema der Reihe nach entfalten.

 

2. Ein kurzer Abriss der Ereignisse bis zur Wiederkunft von Jesus

Zum letzten Mal während der Passionswoche verlässt Jesus den Tempel und begibt sich auf den Weg zum Ölberg. Durch den begeisterten Ausruf der Jünger im Blick auf die  Kostbarkeiten des Tempelgebäudes, bringen sie ein großes Thema ins  Rollen. Jesus spricht über die bevorstehende Zerstörung der Stadt Jerusalems und des Tempels (siehe auch Lk 19,41-44; Mk 13,1f). So schreibt der Ev. Matthäus:

Und Jesus trat hinaus und ging von dem Tempel weg; und seine Jünger traten zu ihm, um ihn auf die Gebäude des Tempels aufmerksam zu machen. Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Seht ihr nicht dies alles? Wahrlich, ich sage euch: Hier wird nicht ein Stein auf dem anderen gelassen werden, der nicht abgebrochen werden wird. Als er aber auf dem Ölberg saß, traten seine Jünger für sich allein zu ihm und sprachen: Sage uns, wann wird das sein, und was ist das Zeichen deiner Ankunft und der Vollendung des Zeitalters? (Mt 24,1-3).

Aus dem Text erkennen wir, dass die Jünger eine Doppelfrage stellen.

  1. Frage: Wann wird die Zerstörung Jerusalems und des Tempels stattfinden?
  2. (Doppel) Frage: Was oder welches ist das Zeichen deiner Ankunft und des Endes des Zeitalters?

Im Zusammenhang unseres Themas suchen wir im Text des Matthäusevangeliums nach Jesu Antworten auf die von den Jüngern gestellten Fragen. Wir stellen fest, dass Jesus mit der Beantwortung der zweiten Frage (der Doppelfrage) der Jünger beginnt.

    • Verse 4-5: als Zeichen ´falsche Christusse´.
    • Vers 6: als Zeichen ´Kriege und Kriegsgeschrei´.
    • In Vers 6d: als Zwischenbilanz – ´das Ende ist noch nicht so bald da. Das griechische verneinende Wörtchen `οὔπω – oupö´,  meint: noch nicht, keineswegs`. Übrigens spricht diese Aussage von Jesus nicht für eine  Naherwartung der ersten Generation der Gläubigen.
    • Vers 7: als Zeichen ´Volk gegen Volk, Königreich gegen Königreich´, Hungersnöte, Erdbeben hier und dort´.
    • Vers 8: Es ist erst der Anfang der Wehen. Hier wird von Jesus der Vergleich zu den Geburtswehen einer Frau gebraucht, die wellenartig immer intensiver werden.
    • Vers 9: Es kommt zu Verrat und Auslieferung in Bedrängnise, ja sogar getötet werden Gläubige und gehasst von allen Völkern.
    • Vers 10: Viele werden sich ärgern, einander verraten und einander hassen.
    • Vers 11: Viele falsche Propheten werden aufstehen und viele verführen.
    • Vers 12: Wegen der Fülle (Überhandnahme) der Gesetzlosigkeit (gr. ανομία – anomia) wird die Liebe in vielen erkalten (Abfall vom Glauben).
    • Vers 13: Wer bis an das Ende ausharrt (geduldig durchhält), wird gerettet werden.
    • Vers 14: Wenn das Evangelium vom Reich (Gottes) gepredigt worden ist in der ganzen Welt (gr. Οικουμένη – oikoumen¢ – bewohnte Erde) zum Zeugnis allen Völkern, dann (gr. τότε – tote – dann, als Zeitangabe) kommt das Ende (gr. τέλος – telos – Vollendung).

Damit hat Jesus seinen Jüngern in einem ersten einprägsamen Überblick eine Antwort auf deren zweite Frage gegeben. Diese von Jesus beschriebenen Ereignisse sollten als Zeichen gesehen werden in der Zeitspanne bis zum Weltende, dem Abschluss des jetzigen Zeitalters. (lese auch die Paralleltexte aus Mk 13,1-13; Lk 21,5-19).

 

Ab Vers 15 geht Jesus auf die erste Frage der Jünger ein. Er sagt die für das jüdische Volk schwierigste und schmerzlichste Zeit seiner Geschichte voraus (siehe auch die Paralleltexte aus Mk 13,14ff; Lk 21,20ff). Und in diesen Texten verwoben schildert Jesus Details von Ereignissen, die sich im Laufe der gesamten Geschichte bis einschließlich seines Kommens ereignen werden – falsche Christusse und falsche Propheten, die zum Teil mit Wundern und Zeichen auftreten werden, um die Auserwählten zu verführen.

Unter der Leitung des Geistes nennt der Ap. Paulus Entwicklungen von Ereignissen, die sich in der von Jesus beschriebenen Zeitspanne zutragen werden.

Wir bitten euch aber, Brüder, wegen der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus und unserer Vereinigung mit ihm, dass ihr euch nicht schnell in eurem Sinn erschüttern, auch nicht erschrecken lasst, weder durch Geist noch durch Wort noch durch Brief, als seien sie von uns, als ob der Tag des Herrn da wäre. Dass niemand euch auf irgendeine Weise verführe! Denn dieser Tag kommt nicht, es sei denn, dass zuerst der Abfall gekommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit offenbart worden ist, der Sohn des Verderben.  (2Thes 2,1-3).

Auch der Ap. Paulus stand nicht in einer Naherwartung, wie dieser Text deutlich mach. Er greift bestimmte Aussagen von Jesus (Mt 24) auf:

  • Gesetzlosigkeit weitet sich aus,
  • Der Mensch der Sünde wird hervortreten,
  • Allerlei Arten von Verführern,
  • Die Liebe zur Wahrheit wird erkalten (Abfall vom Glauben).

Jesus hat auch schon von Verführungen durch falsche Propheten und falsche Christusse gewarnt. Dies alles entwickelte sich im Laufe der Kirchengeschichte und offenbart sich immer wieder bis der Herr kommt und allem Antigöttlichen ein Ende machen wird. So schreibt der Apostel weiter:

Und dann wird der Gesetzlose offenbart werden, den der Herr Jesus beseitigen wird durch den Hauch seines Mundes und vernichten durch die Erscheinung seiner Ankunft; ihn, dessen Ankunft gemäß der Wirksamkeit des Satans erfolgt mit jeder Machttat und mit Zeichen und Wundern der Lüge und mit jedem Betrug der Ungerechtigkeit für die, welche verloren gehen, dafür, dass sie die Liebe der Wahrheit zu ihrer Rettung nicht angenommen haben. (2Thes 2,8-10).

Von diesen Verführungen sprach der Ap. Paulus schon in Milet zu den Ältesten der Gemeinde in Ephesus (Apg 20,29-30). Auch Johannes der Apostel kommt auf die Verführungen durch den antichristlichen Geist zu sprechen (1Joh 4,1ff). Er betont, dass dieser Geist schon zu seiner Zeit wirksam war. Er hat viele verschiedene Gesichter, denn ´αντίχριστος – antichristps´ hat zwei besondere Ausprägungen. Die Vorsilbe ´αντι – anti´ meint sowohl gegen, als auch anstelle des Christus.

Doch dann ab Mt 24,27 spricht Jesus von der Ankunft des Menschensohnes und zwar durch den Vergleich (so wie) mit dem Aufleuchten des Blitzes oder mit der Geschichte Noahs (Mt 24,37-39), was den Aspekt von unerwartet, plötzlich und augenblicklich, schnell, betont.

Denn wie der Blitz ausfährt von Osten und bis nach Westen leuchtet, so wird die Ankunft des Sohnes des Menschen sein. (Mt 24,27; Lk 21,24).

 

 

3. Begriffserklärung

Durch folgende Begriffe und Aussagen wird das Kommen Jesu beschrieben:

  • Die Ankunft – gr. παρουσία – parousia (17 mal: Mt 24,3. 27. 37.39;  1Kor 15,23;  1Thes 2,19; 3,13; 4,15; 5,23;  2Thes 2,1.8; 2Petr 3,4.12; 1Joh 2,28; Hebr 13,5;  Jak 5,7.8).
  • Er kommt – gr. έρχεται – erchetai  (23 mal: Mt 16,27; 24;30.44; 25,31; 26,64;  Mk 13,25.26.35; 14,62;  Lk 9,26; 12,40; 18,8; 21,27;  Joh 14,3; Apg 1,11; 1Kor 4,5;  2Thes 1,10; Offb 1,7.8; 2,25; 3,11; 22,7.12.20).
  • Die Offenbarung / Enthüllung (gr. αποκαλύπσις – apokalypsis) Jesu Christi (4 mal: Lk 17,30; 1Kor 1,7; 2Thes 1,7; 1Petr 1,7).
  • Die Erscheinung (gr. επιφανεία – epiphania) Jesu Christi (7 mal: Mt 24,30;  2Thes 2,8; 1Tim 6,14; 2Tim 4,1.8; Tit 2,13; 1Petr 5,4).

Die Aussagen:

  • `Die Ankunft Jesu`,
  • oder sein Selbstzeugnis: `Ich komme bald / schnell`,
  • `Ich komme wieder`,
  • `Er kommt wieder`,
  • `Wenn der Menschensohn kommt`,
  • die Offenbarung Jesu Christi,
  • die Erscheinung Jesu Christi,

weisen auf ein und dasselbe Ereignis hin, wie es durch die Vergleiche der verschiedenen Texte leicht nachzuvollziehen ist. Zum Beispiel die Begriffe `Ankunft` und `Erscheinung` Jesu Christi beschreiben das eine große Ereignis des Wiederkommens Jesu, wie folgende Stelle aus 2Thes 2,8 deutlich macht:

Und dann wird der Gesetzlose offenbart werden, den der Herr Jesus töten wird durch den Hauch seines Mundes und zunichte machen wird durch die Erscheinung seiner Ankunft.

Beachten wir auch die bestimmten Artikel vor den Hauptwörtern:

Die Ankunft, die Erscheinung, die Offenbarung.

 

Weitere Bezeichnungen für dieses große Ereignis:

  • Der Jüngste / letzte Tag.  Jesu Wiederkunft läutet diesen letzten Tag ein.  (6 von Jesus selbst verwendet: Joh 6,39. 40. 44. 54; 11,24; 12,48).
  • Er wird auch einfach `Tag` genannt (mindestens 4 mal: Lk 17,30; Apg 17,31;  Röm 2,16;  1Thes 5,4),
  • Er wird auch `jener Tag` genannt (mindestens 8 mal; Mt 7,22; Mk 13,32; 14,25;  Lk 10,12; 17,31;  2Thes 1,10;  4,8; 2Tim 4,8),
  • Er wird auch `des Herrn Tag` genannt (mindestens 5 mal: 1Kor 1,8; 5,5;  2Kor 1,14;  1Thes 5,2; 2Thes 2,2),
  • Er wird auch `der Tag Christi` oder: `Christi Jesu` genannt  (mindestens 3 mal 1Kor 1,8; Phil 1,6.10).
  • Er wird auch `der Tag des Sohnes des Menschen` genannt (mindestens 2 mal: Lk 17,24. 30), Mt 24,38: „so wird auch die Ankunft des Sohnes des Menschen sein“
  • Auch `der Tag des Gerichtes` (5 mal: Mt 10,15; 11,22; 12,26;  Apg 17,31;  Judas 1,6).
  • Er wird schließlich auch `der große Tag ihres Zorns` genannt (Offb 6,15).

Der Ap. Paulus, am Ende seines Lebens angelangt, schreibt seinen Mitarbeiter Timotheus:

Im übrigen ist mir der Kranz der Gerechtigkeit aufbewahrt, den mir der Herr, der gerechte Richter geben wird an jenem Tag, nicht mir aber allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung geliebt haben.  (2Tim 4,8).

Alle diese Begriffe in den jeweiligen Texten des NT sprechen von ein und demselben Ereignis, nämlich von der Wiederkunft Jesu am Ende von dem jetzigen Zeitalter.

Es bedurfte also vieler verschiedener Begriffe, um das eine große Ereignis des zweiten und damit auch letzten Kommens Jesu zu beschreiben.

4. Reihenfolge der Begleiterscheinungen vor und bei der Wiederkunft Jesu

Jesus selbst gibt eine Reihenfolge der Geschehnisse kurz vor und während seiner Ankunft. Voraus geht eine zeitlich begrenzte, jedoch große Bedrängnis (Trübsal).

4.1 „Aber gleich (gr. ευθέως – eutheös – sofort) nach der Bedrängnis jener Tage wird

die Sonne verfinstert werden und der Mond seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden.“

  • Der Kosmos vergeht, er wird aufgelöst. Die Sonne verliert ihre Leuchtkraft, ebenso der Mond seinen Schein. Die Sterne fallen vom Himmel (allerdings nicht auf die Erde). Der gesamte materielle Kosmos kollabiert sozusagen. In Anlehnung an die Worte Jesu beschreibt Petrus die Begleiterscheinungen des Kommens des Herrn mit den Worten:

Der Tag des Herrn wird aber kommen wie ein Dieb, an welchem die Himmel mit großem Krachen vergehen werden, die Elemente aber vor Glut verzehrt, werden sich auflösen, die Erde und die Werke auf ihr werden (im Gericht) gefunden werden (oder heimgesucht werden).  (2Petr 3,10).

Und als ob er nicht genug diese Begleiterscheinungen beschrieben hätte, fährt er 2 Verse weiter fort:

Indem ihr erwartet und beschleunigt die Ankunft des Tages Gottes, an dem die Himmel in Brand gesetzt werden und die Elemente in Glut schmelzen und sich auflösen werden. (2Petr 3,12).

Auch der Hebräerbriefschreiber betont, dass die erschaffene materielle Welt aufgelöst wird (Hebr 12,26-28). Dabei stützt er sich auf ein Prophetenwort aus dem AT.

Seine Stimme hat zu jener Zeit die Erde erschüttert, jetzt aber verheißt er und spricht (Haggai 2,6): »Noch einmal will ich erschüttern nicht allein die Erde, sondern auch den Himmel.«Dieses »Noch einmal« aber zeigt an, dass das, was erschüttert werden kann, weil es geschaffen ist, verwandelt werden soll, damit allein das bleibe, was nicht erschüttert werden kann. Darum, weil wir ein unerschütterliches Reich empfangen, lasst uns dankbar sein und so Gott dienen mit Scheu und Furcht, wie es ihm gefällt.

Und  der Ap. Johannes schreibt in Offenbarung 20,11:

Und ich sah einen großen weißen Thron und den der darauf saß vor seinem Angesicht floh die Erde und der Himmel und es wurde ihnen keine Stätte mehr gefunden.

Sehr gut erinnerten sich also die Jünger an die Worte ihres Herrn, der sagte:

Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen. (Mt 24,35). Das bedeutet, dass mit der Ankunft von Jesus die materielle Welt vergehen, also aufgelöst wird. Das heißt, dass Jesus unsere Erde nicht mehr betreten wird, denn sie wird es dann nicht mehr geben.  Der Himmel entwich wie eine Schriftrolle (Jes 34,4; Mt 24,35; 2Petr 3,10-13; Offb 6,13-14; 21,1).

  • Und dann (gr. ) wird das Zeichen des Sohnes des Menschen am Himmel erscheinen;
  • und dann werden wehklagen alle Stämme des Landes (der Erde), (Offb 1,7; 6,15).
  • und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Macht und Herrlichkeit. (Mt 25,31ff; 26,64; Offb 1,7; )
  • Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall,
  • und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Winden her, von dem einen Ende der Himmel bis zu ihrem anderen Ende. (Mt 24,29-31; Paralleltext Lk 21,25-28 hier ergänzt der Ev. Lukas den Matthäus).

 

R

5. Wann wird dies geschehen, was sind die Zeichen?

D

R

r

6. Folgende Ereignisse lassen sich aus den Aussagen Jesu und der Apostel ableiten

 

7. Die Auferstehung der Toten – zum Leben oder zum Gericht

Mit dem Erscheinen des Menschensohnes auf den Wolken des Himmels beginnt auch die Sammlung der Auserwählten durch den Dienst der Engel. Doch dieser Sammlung geht die allgemeine Auferstehung der Toten voraus wie sie Jesus in Johannes 5,28-29 vorausgesagt hatte:

Denn es kommt die Stunde, in welcher alle die in Gräbern sind, werden seine Stimme hören und werden hervorgehen, die da gutes getan haben zur Auferstehung des Lebens und die das Böse getan haben zur Auferstehung des Gerichts.

Von den Aposteln hat Paulus am meisten das Thema Auferstehung beschriben. Dabei geht es ihm zunächst nur um die Auferweckung und Verwandlung der Gläubigen.

Denn er selbst der Herr wird mit dem Befehlsruf und der Stimme des Erzengels und mit der Posaune Gottes herabkommen vom Himmel und die Toten in Christus werden auferstehen zuerst. Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt (ἁρπαγησόμεθα – narpag¢sometha – wörtl.: geraubt, entrissen) werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. So tröstet euch mit diesen Worten untereinander. (1Thes 4,16-18).

Denken wir daran, dass Paulus in diesem Zusammenhang die Frage der Thessalonicher beantwortet. Er beschreibt nur, was mit den entschlafenen Gläubigen geschehen wird bei der Ankunft Jesu (vgl. dazu 1Thes 4,13; Offb 10,7; 11,15ff). Ähnlich schreibt er an die Korinther, die in dieser Frage auch so manche Unklarheit hatten:

Das sage ich aber, liebe Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht ererben können; auch wird das Verwesliche nicht erben die Unverweslichkeit. Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune erschallen und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden. Denn dies Verwesliche muss anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muss anziehen die Unsterblichkeit. Wenn aber dies Verwesliche anziehen wird die Unverweslichkeit und dies Sterbliche anziehen wird die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht (Jesaja 25,8; Hosea 13,14): »Der Tod ist verschlungen vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel? «Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus“ (1Kor 15,50-57).

Paulus konnte sich dabei auf die Aussage von Jesus stützen: „Und er wird seine Engel senden mit hellen Posaunen, und sie werden seine Auserwählten sammeln von den vier Winden, von einem Ende des Himmels bis zum andern“ (Mt 24,31).

Dass alle gleichzeitig auferstehen werden, macht die Aussage des Paulus in 2Kor 5,10 deutlich, dass nämlich  `alle` vor dem Richter erscheinen müssen.

„Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, damit jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei Lebzeiten, es sei gut oder böse..“

Nach dieser Allgemeinen Auferstehung werden laut Mt 25,31 und folgenden alle Völker vor dem Menschensohn versammelt werden. Jesus erscheint als König in all seiner Herrlichkeit und wird als Richter das Endgericht halten.

„Und er wird sie voneinander trennen, wie ein Hirte die Schafe von den Ziegen trennt, die einen zur Rechten und die anderen zur Linken.“

Anmerkung: Bei der allgemeinen Auferstehung wird deutlich unterschieden zwischen denen in Christus und denen die ohne Chsistus sind.

  • Die in Chtistus werden mit einem verherrlichten, d.h. unvergänglichen (unverweslichen) Leib auferstehen zum ewigen Leben.
  • Die ohne Christus sind, werden auferstehen zum Gericht und Verdammnis, d.h. zum ewigem Tod (zweiter Tod). Nirgedwo lesen wir etwas darüber mit welchem Leib die Ungerechten auferstehen werden.

Paulus hebt das gerechte Urteil des Herrn bei dessen Ankunft für Gerechte und Ungerechte in 2Thes 1,6-10 hervor:

„Bei Gott ist es gerecht Vergeltung zu üben über die, so euch bedrängen, euch aber, die ihre bedrängt werdet Ruhe mit uns bei der Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel mit den Engeln seiner Macht, im Feuer einer Flamme, zu bestrafen die, die Gott nicht kennen und die, die der Frohbotschaft von Jesus Christus nicht gehorchen, welche als Strafe zahlen werden ewiges Verderben, weg vom Angesicht des Herrn und weg von der Herrlichkeit seiner Stärke, wenn er kommt um verherrlicht zu werden unter seinen Heiligen und bewundert zu werden von allen, die zum Glauben gekommen sind“ (2Thes 1,6-10).

Wenn also Paulus in einer Kurzfassung an die Korinther (1Kor 15) und an die Thessalonicher (1Thes 4) nur von der Auferstehung der entschlafenen Gläubigen und der Verwandlung der noch lebenden Gläubigen spricht, dann ist dieses Geschehen im großen Rahmen der allgemeinen Auferstehung der Gerechten und Ungerechten zu erwarten wie es Jesus in Joh 5,28-29 grundlegend vorausgesagt hat. Die Texte sollten nicht isoliert voneinander ausgelegt werden, sie alle greifen ineinander, beschreiben die verschiedenen Aspekte des einen gewaltigen Ereignisses.

 

In Offb 20,11 und folgenden sieht Johannes daß im Gericht Bücher aufgetan werden:

Und ein anderes Buch wurde geöffnet, welches ist das Buch des Lebens. Und wer nicht gefunden wurde in dem Buch des Lebens der wurde geworfen in den feurigen Pfuhl, dies ist der andere, (der zweite und somit der ewige) Tod.

Und dies stmmt überein mit den Worten von Jesus in Matthäus 25,44-46. Dort wird der Richter / König zu denen zur Linken sagen:

Geht von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! Denn mich hungerte, und ihr gabt mir nicht zu essen; mich dürstete, und ihr gabt mir nicht zu trinken; ich war Fremdling, und ihr nahmt mich nicht auf; nackt, und ihr bekleidetet mich nicht; krank und im Gefängnis, und ihr besuchtet mich nicht. Dann werden auch sie antworten und sagen: Herr, wann sahen wir dich hungrig oder durstig oder als Fremdling oder nackt oder krank oder im Gefängnis und haben dir nicht gedient? Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch, was11 ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, habt ihr auch mir nicht getan. Und diese werden hingehen zur ewigen Strafe, die Gerechten aber in das ewige Leben. (Mt 25,41-46).

Denen zur Rechten wird der König antworten:

Dann wird der König sagen zu denen zu seiner Rechten, kommt her, ihr Gesegneten von meinem Vater, empfangt das Reich, welches bereitet ist seit Grundlegung der Welt. (Mt 25,34).

Nun schließt sich der Kreis, wenn wir noch mal die Worte Jesu aus Johannes 14,3 zitieren: „Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnstätten, wenn es nicht so wäre …“ aber es ist so, die gibt es schon, die hat Gott vorbereitet. Und er kommt, um die Seinen nach Hause zu holen.

 

 

 

8. Wann kommt der Tag, der Tag des Herrn?

Darauf gibt es eine eindeutige und klare Antwort, die von Jesus und den Aposteln sehr oft gegeben wurde

Niemand weiß es !!!

„Aber von dem Tag und der Stunde weiß niemand, auch die Engel nicht im Himmel, auch der Sohn nicht, sondern allein mein Vater“ (Mk 13,32).

„Denn des Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint“    (Lk 12,40).

„damit die Zeit der Erquickung komme von dem Angesicht des Herrn und er den sende, der euch zuvor zum Christus bestimmt ist: Jesus. Ihn muss der Himmel aufnehmen bis zu der Zeit (χρόνων), in der alles wiedergebracht wird, wovon Gott geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten von Anbeginn“ (Apg 3,20-21).

 

„Aber was die Zeiten und Fristen (χρονος και καιρος) betrifft, Brüder, so ist es gar nicht notwendig, daß euch geschrieben wird, denn ihr wißt selbst ganz genau, daß der Tag des Herrn kommen wird, wie ein Dieb in der Nacht. Wenn sie sagen: „Friede und Sicherheit, dann tritt das Verderben plötzlich an sie heran“ (1Thes  5,1-3a).

Den Blitz kann niemand voraussagen, es ist etwas plötzliches, unerwartetes.  Die Vorentladungen benötigen etwa 0,01 s. Die Hauptentladung des Blitzes dauert nur etwa 0,00003 s.  (Foto mit freundlicher Genehmigung von Viktor Karpowitsch).

„Denn wie der Blitz ausgeht vom Osten und leuchtet bis zum Westen, so wird auch das Kommen des Menschensohns sein“ ( Mt 24,27).

Insgesamt ist es eine große Zahl an Aussagen, welche die Tatsache der plötzlichen, ja sogar unerwarteten Wiederkunft Jesu bezeugen. Auffallend und hilfreich zugleich ist die Aussage von Jesus in Matthäus 24,14:

„Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen.“

Doch es gibt Hinweise, sogenannte Zeichen der Zeit, welche diesem Tag vorangehen werden, so zum Beispiel in Mt 24,32-33;

„An dem Feigenbaum lernt ein Gleichnis: Wenn seine Zweige jetzt saftig werden und Blätter treiben, so wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Ebenso auch: Wenn ihr das alles seht, so wisst, dass er nahe vor der Tür ist“.

„Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blickt auf und hebt eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht“ (Lk 21,28).

  1. Wie bereiten wir uns auf die Begegnung mit Jesus vor?

Die Gemeinde als eine reine Jungfrau bereitet sich auf das Eintreffen ihres Bräutigams vor.

(Mt 25,1ff). Paulus fordert daher die Gläubigen auf:

„So lasset uns nun von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und fortfahren in der Heiligung“ (2Kor 7,1).

Jesus fordert seine Jünger in Lukas 12,35-37 auf:

„Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen und seid gleich den Menschen, die auf ihren Herrn warten, wann er aufbrechen wird von der Hochzeit, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun. Selig sind die Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend findet. Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich schürzen und wird sie zu Tisch bitten und kommen und ihnen dienen“.

20

Es spricht, der dies bezeugt: Ja, ich komme bald. – Amen, ja, komm, Herr Jesus!

 Sonnenuntergang auf Zypern (Agia Napa). Eines Tages wird die Sonne zum letztenmal untergehen (Foto: Januar 2006).

 

Schlußfolgerung:

Gott der Vater wird seinen Sohn Jesus noch einmal senden am Ende der Weltzeit.

Wenn der Herr Jesus kommt, dann werden Himmel und Erde vergehen (durch Feuer vernichtet werden, aufgelöst werden),

Wenn der Herr kommt, dann werden alle Toten auferstehen (die Gläubigen in einem neuen verklärten Körper). Die Ungläubigen in einem nicht näher beschriebenem Körper, Damit besiegt Jesus den Tod und hebt ihn auf.

Wenn der Herr kommt, dann werden alle auf der Erde noch Lebenden verwandelt werden (die Gläubigen in einen neuen verklärten Körper, der dem verklärten Körper von Jesus ähnlich ist Phil 3,21),

Wenn der Herr kommt, dann wird das Endgericht gehalten, bei dem die Gottlosen  verdammt und die Gerechten belohnt werden,

Danach wird der Sohn das Reich an den Vater zurückgeben (1Kor 15,24-28), (danach) die Ewigkeit !

Für die Beschäftigung mit diesem Thema können folgende Gründe

D

richt, der dies bezeugt: Ja, ich komme bald. – Amen, ja, komm, Herr Jesus!

 Sonnenuntergang auf Zypern (Agia Napa). Eines Tages wird die Sonne zum letztenmal untergehen (Foto: P.S. Januar 2006).

 

d

 

en:

100_2455Die Kirche agia Paraskevi in Geroskipou (Paphos) auf Zypern (Foto: 6. Januar 2006)

macht.

Abbildung 2 Wunderschöne, beeindruckende Wolkenformationen beim Anflug auf Larnaka (Zypern) (Foto: Januar 2006). So ein Anblick erinnert an die Aussagen von Jesus und der Apostel, dass Jesus in den Wolken des Himmels wiederkommen wird. So schreibt Johannes in der Offenbarung 1,7: „Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben, und wehklagen werden seinetwegen alle Stämme der Erde. Ja, Amen..“

  • Jd seine Engel senden mit hellen Posaunen, und sie werden seine Auserwählten sammeln von den vier Winden, von einem Ende des Himmels bis zum andern“ (Mt 24,31).

Dass alle gleichzeitig auferstehen werden, macht die Aussage des Paulus in 2Kor 5,10 deutlich, dass nämlich  `alle` vor dem Richter erscheinen müssen.

  • „Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, damit jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei Lebzeiten, es sei gut oder böse..“

Nach dieser Allgemeinen Auferstehung werden laut Mt 25,31 und folgenden alle Völker vor dem Menschensohn versammelt werden. Jesus erscheint als König in all seiner Herrlichkeit und wird als Richter das Endgericht halten.

  • „Und er wird sie voneinander trennen, wie ein Hirte die Schafe von den Ziegen trennt, die einen zur Rechten und die anderen zur Linken.“

Paulus hebt das gerechte Urteil des Herrn bei dessen Ankunft für Gerechte und Ungerechte in 2Thes 1,6-10 hervor:

  • „Bei Gott ist es gerecht Vergeltung zu üben über die, so euch bedrängen, euch aber, die ihre bedrängt werdet Ruhe mit uns bei der Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel mit den Engeln seiner Macht, im Feuer einer Flamme, zu bestrafen die, die Gott nicht kennen und die, die der Frohbotschaft von Jesus Christus nicht gehorchen, welche als Strafe zahlen werden ewiges Verderben, weg vom Angesicht des Herrn und weg von der Herrlichkeit seiner Stärke, wenn er kommt um verherrlicht zu werden unter seinen Heiligen und bewundert zu werden von allen, die zum Glauben gekommen sind“ (2Thes 1,6-10).

Wenn also Paulus in einer Kurzfassung an die Korinther (1Kor 15) und an die Thessalonicher (1Thes 4) nur von der Auferstehung der Entschlafenen Gläubigen und der Verwandlung der noch lebenden Gläubigen spricht, dann ist dieses Geschehen im großen Rahmen der allgemeinen Auferstehung der Gerechten und Ungerechten zu erwarten wie es Jesus in Joh 5,28-29 grundlegend beschrieben hat. Die Texte sollten nicht isoliert voneinander ausgelegt werden, sie alle greifen ineinander, beschreiben die verschiedenen Aspekte des einen gewaltigen Ereignisses.

In Offb 20,11 und folgenden sieht Johannes daß im Gericht Bücher aufgetan werden:

  • „Und ein anderes Buch wurde geöffnet, welches ist das Buch des Lebens. Und wer nicht gefunden wurde in dem Buch des Lebens der wurde geworfen in den feurigen Pfuhl, dies ist der andere, (der zweite und somit der ewige) Tod.“

Sicher hat sich der Apostel Johannes auf die Worte seines Herrn gestützt, denn in Matthäus 25,44-46 wird der Richter/König zu denen zur Linken sagen:

  • „Geht von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! Denn mich hungerte, und ihr gabt mir nicht zu essen; mich dürstete, und ihr gabt mir nicht zu trinken; ich war Fremdling, und ihr nahmt mich nicht auf; nackt, und ihr bekleidetet mich nicht; krank und im Gefängnis, und ihr besuchtet mich nicht. Dann werden auch sie antworten und sagen: Herr, wann sahen wir dich hungrig oder durstig oder als Fremdling oder nackt oder krank oder im Gefängnis und haben dir nicht gedient? Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch, was11 ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, habt ihr auch mir nicht getan. Und diese werden hingehen zur ewigen Strafe, die Gerechten aber in das ewige Leben“ (Mt 25,41-46).

Denen zur Rechten wird der König antworten:

  • „Dann wird der König sagen zu denen zu seiner Rechten, kommt her, ihr Gesegneten von meinem Vater, empfangt das Reich, welches bereitet ist seit Grundlegung der Welt“ (Mt 25,34).

Nun schließt sich der Kreis, wenn wir noch mal die Worte Jesu aus Johannes 14,3 zitieren:

  • „Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnstätten, wenn es nicht so wäre…“ aber es ist so, die gibt es schon, die hat Gott vorbereitet. Und er kommt, um die Seinen nach Hause zu holen.

Jesu Wiederkunft läutet auch den letzten oder auch den  Jüngsten Tag ein

  • Er wird der letzte oder jüngste Tag genannt (6 mal meistens von Jesus selbst verwendet: Joh 6,39. 40. 44. 54; 11,24; 12,48)
  • Er wird auch einfach Tag genannt (4 mal: 1Kor 3,13;  1Thes 5,4),
  • oder jener Tag (7 mal; Mt 7,22; Mk 13,32; 14,25;  Lk 10,12; 17,31;  2Thes 1,10;  2Tim 4,8),
  • oder des Herrn Tag (5 mal: 1Kor 1,8; 5,5;  2Kor 1,14;  1Thes 5,2; 2Thes 2,2),
  • oder der Tag des Sohnes des Menschen (2 mal: Lk 17,24. 30),
  • oder der Tag des Gerichtes (5 mal: Mt 10,15; 11,22; 12,26;  Apg 17,31;  Judas 1,6)

Der Apostel Paulus, am Ende seines Lebens angelangt, schreibt seinen Mitarbeiter Timotheus:

  • „Im übrigen ist mir der Kranz der Gerechtigkeit aufbewahrt, den mir der Herr, der gerechte Richter geben wird an jenem Tag, nicht mir aber allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung geliebt haben“  (2Tim 4,8).

 

III.     Wann kommt der Tag, der Tag des Herrn?

Darauf gibt es eine eindeutige und klare Antwort, die von Jesus und den Aposteln sehr oft gegeben wurde

Niemand weiß es !!!

  • „Aber von dem Tag und der Stunde weiß niemand, auch die Engel nicht im Himmel, auch der Sohn nicht, sondern allein mein Vater“ (Mk 13,32).
  • „Denn des Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint“    (Lk 12,40).
  • „damit die Zeit der Erquickung komme von dem Angesicht des Herrn und er den sende, der euch zuvor zum Christus bestimmt ist: Jesus. Ihn muss der Himmel aufnehmen bis zu der Zeit (χρόνων), in der alles wiedergebracht wird, wovon Gott geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten von Anbeginn“ (Apg 3,20-21).
  • „Aber was die Zeiten und Fristen (χρονος και καιρος) betrifft, Brüder, so ist es gar nicht notwendig, daß euch geschrieben wird, denn ihr wißt selbst ganz genau, daß der Tag des Herrn kommen wird, wie ein Dieb in der Nacht. Wenn sie sagen: „Friede und Sicherheit, dann tritt das Verderben plötzlich an sie heran“ (1Thes  5,1-3a).
  • Den Blitz kann niemand voraussagen, es ist etwas plötzliches, unerwartetes.  Die Vorentladungen benötigen etwa 0,01 s. Die Hauptentladung des Blitzes dauert nur etwa 0,00003 s.  (Foto mit freundlicher Genehmigung von Viktor Karpowitsch).

  • „Denn wie der Blitz ausgeht vom Osten und leuchtet bis zum Westen, so wird auch das Kommen des Menschensohns sein“ ( Mt 24,27).

Insgesamt ist es eine große Zahl an Aussagen, welche die Tatsache der plötzlichen, ja sogar unerwarteten Wiederkunft Jesu bezeugen. Auffallend und hilfreich zugleich ist die Aussage von Jesus in Matthäus 24,14:

  • „Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen.“

Doch es gibt Hinweise, sogenannte Zeichen der Zeit, welche diesem Tag vorangehen werden, so zum Beispiel in Mt 24,32-33;

  • „An dem Feigenbaum lernt ein Gleichnis: Wenn seine Zweige jetzt saftig werden und Blätter treiben, so wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Ebenso auch: Wenn ihr das alles seht, so wisst, dass er nahe vor der Tür ist“.
  • „Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blickt auf und hebt eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht“ (Lk 21,28).

IV.     Wie bereiten wir uns auf die Begegnung mit Jesus vor?

Die Gemeinde als eine reine Jungfrau bereitet sich auf das Eintreffen ihres Bräutigams vor.

(Mt 25,1ff). Paulus fordert daher die Gläubigen auf:

  • „So lasset uns nun von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und fortfahren in der Heiligung“ (2Kor 7,1).

Jesus fordert seine Jünger in Lukas 12,35-37 auf:

  • „Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen und seid gleich den Menschen, die auf ihren Herrn warten, wann er aufbrechen wird von der Hochzeit, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun. Selig sind die Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend findet. Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich schürzen und wird sie zu Tisch bitten und kommen und ihnen dienen“.

20

Es spricht, der dies bezeugt: Ja, ich komme bald. – Amen, ja, komm, Herr Jesus!

 100_2446Sonnenuntergang auf Zypern (Agia Napa). Eines Tages wird die Sonne zum letztenmal untergehen (Foto: P.S. Januar 2006).

 

Schlußfolgerung:

Gott der Vater wird seinen Sohn Jesus noch einmal senden am Ende der Weltzeit.

  • Wenn der Herr Jesus kommt, dann werden Himmel und Erde vergehen (durch Feuer vernichtet werden, aufgelöst werden),
  • Wenn der Herr kommt, dann werden alle Toten auferstehen (die Gläubigen in einem neuen verklärten Körper). Die Ungläubigen in einem nicht näher beschriebenem Körper, Damit besiegt Jesus den Tod und hebt ihn auf.
  • Wenn der Herr kommt, dann werden alle auf der Erde noch Lebenden verwandelt werden (die Gläubigen in einen neuen verklärten Körper, der dem verklärten Körper von Jesus ähnlich ist Phil 3,21),
  • Wenn der Herr kommt, dann wird das Endgericht gehalten, bei dem die Gottlosen  verdammt und die Gerechten belohnt wer
Veröffentlicht unter Sonderthemen | Verschlagwortet mit , , , | Schreib einen Kommentar