Ehe muss vorbereitet werden

Ehe muss vorbereitet werden

 

  • Wer baut ein Haus ohne Bauplan (Lk 14,28-30)?
  • Wer verreist, ohne sich vorher auf die Reise vorbereitet zu haben (Tit 3,13)?
  • Wer zieht ohne eine Strategie in den Kampf (Lk 14,31-32)?
  • Wer lädt Gäste ein und bereitet sich nicht darauf vor (Lk 14,16)?
  • Wer will heiraten, ohne sich darauf vorbereitet zu haben?

Je besser sich zwei Menschen auf die Ehe vorbereiten, je mehr Vorarbeit sie leisten, desto weniger müssen sie später nachholen. Mindestens 12 Lebensbereiche sollten in der Zeit der Freundschaft und Verlobung gemeinsam angesprochen werden.

 

Abbildung 1 Wir sind gemeinsam unterwegs um uns kennenzulernen (Zeichnung von J. S. 9. Januar 2018).

1. Einander kennenlernen

  • Die Familie des anderen, soweit wie möglich sogar die Verwandtschaft, die Herkunft, die Familiengeschichte,
  • Den Freundeskreis: dies kann sehr wertvoll sein,
  • Die Charakterzüge/Eigenschaften/Wesensmerkmale,
  • Die Stärken: Jeder hat sie, der eine mehr, der andere weniger,
  • Die Schwächen: Jeder hat sie, der eine weniger, der andere mehr,
  • Die Vorlieben, die Neigungen/Besonderheiten,
  • Die Ansichten, die Weltanschauung, die Lebensanschauung, die Wertvorstellungen, Glaubensfragen.

 

2. Die Prioritäten im Leben

  • Die Gottesbeziehung: Wie viel ist sie uns wert, wie viel Bedeutung messen wir ihr bei?
  • Beziehung und Stellenwert der Familie: Welchen Platz nimmt sie bei uns ein?
  • Wertvorstellungen über Kinder und hilfebedürftigen Menschen,
  • Beruf/Arbeit,
  • Gesundheit/Ernährung: Haben wir nur Vorsätze, oder üben wir uns in der Selbstbeherrschung, Mäßigkeit?
  • Freizeit/Hobbys: Wie weit sind sie förderlich, wann werden sie zum Hindernis?
  • Freunde/Bekannte: Mal mehr, mal weniger Zeit für Beziehungen nach außen,
  • Gemeinde: Zugehörigkeit,
  • Gottes Reich: lokal und global,
  • Soziale Gerechtigkeit in der Gesellschaft.

 

3. Erkenntnisse bzgl. Ehe und Familie

  • Hinweise der Bibel zur Ehe und Familie,
  • Schutz der Ehe in unserem Staat, sowie Vorteile und Auswirkungen gesunder und funktionierender Beziehungen in Ehe und Familie,
  • Trends im Bereich Ehe und Familie: Wo liegen Gefahren, wo neue Möglichkeiten?
  • Traditionen: Was sollte gepflegt werden, was kann überdacht oder neu geschaffen werden?

 

4. Verantwortungsvoller Umgang mit der Zeit

  • Zeit – Definition der griechischen Zeitbegriffe von `Chronos und Kairos`. Chronos gibt Auskunft über die Daten und Zeiträume, Kairos beschreibt den Inhalt dieser Zeiträume, die Qualität, wie diese Zeit ist oder womit diese Zeit ausgefüllt wird,
  • Kauft die Zeit (kairos) aus, denn die Tage sind böse (Eph 5,16); Was meint der Apostel Paulus damit?
  • Zeit ist nicht nur Geld, Zeit ist kostbarer als Geld,
  • Nimm Zeit dir zur Andacht und Ruh zum Gebet,
  • Ich habe keine Zeit – stimmt das? Was drückt man damit aus? / Was möchte man sagen?
  • Ich nehme mir Zeit für das, was mir wichtig ist,
  • Verschiedene Zeitzyklen bei Männern und Frauen (Frühaufsteher, Nachteulen J), wie kommt man damit zurecht?
  • Zeit zur Ruhe, Erholung und Entspannung,
  • Zeit zur Arbeit,
  • Was ist Freizeit, wie kann sie aktiv oder sinnerfüllt gestaltet werden?
  • Zeit für Einander, was heißt das?
  • Zeit zur persönlichen Entfaltung, zur Weiterentwicklung der Persönlichkeit, des Charakters.
  • Alles hat seine Zeit!

 

5. Umgang mit Geld/Materiellen Werten

  • Durch Eigenleistung erworbenes Geld oder andere materielle Güter,
  • Geschenktes Geld,
  • Ein gemeinsames Konto!?
  • Ohne Schulden in die Ehe,
  • Sparsamkeit: Wo fängt sie an, wo hört sie auf?
  • Was sind Geldgier, Geldliebe, Habgier und was sind ihre Folgen?
  • Geldwertsteigerung, Anlagen, Investitionen: Was ist sinnvoll, wo liegen die Risiken?
  • Ehre den Herrn mit deinem Gut – der ´Zehnte´ – Woher kommt diese Idee und wem gehört er eigentlich? Muss der Zehnte immer buchstäblich, mathematisch gerechnet werden? http://gottesgeheimnis.net/2016/06/25/der-zehnte-wem-gehoert-er-und-warum-2/
  • Wer verdient das Geld, wer gibt es aus J?
  • Taschengeld, Haushaltsgeld: Wie viel benötigen wir und wofür?
  • Unser finanzieller Rahmen, oder: sich nach der Decke strecken,
  • Ab welchem Betrag muss/soll man einander Rechenschaft geben? Ist es eine Sache der Einstellung und des Vertrauens?
  • Gemeinsam Haushalten,
  • Mit dem Alten erhält man das Neue“,- Wie bewertet man Dinge, Gegenstände richtig? Was kann eingespart werden, wo sind Neuanschaffungen langfristig sinnvoller?
  • Schulden machen, was soll´s, – doch Vorsicht! Schulden können die Beziehung schwer belasten!
  • Ist das Teuerste gerade gut genug, wo sind die Grenzen? „Lasst euch genügen an dem, was da ist“ (Hebr 13,5).

 

6. Umgang mit Gaben / Fähigkeiten

  • Bestandsaufnahme: Was bringst du mit in die Beziehung?
  • Wie können sie zum Gemeinwohl (in der Ehe) eingesetzt werden?,
  • Wer weiß es besser, wer hat mehr …? Kein Konkurrieren, sondern ein Einander-ergänzen,
  • Durch Einsatz der Gaben werden diese vermehrt.

 

7. Umgang mit der Gabe der Sexualität

  • Liebe, Zärtlichkeit, Sexualität braucht einen von Gott und Menschen geschützten/intimen Rahmen. damit die Beziehung mit gutem Gewissen und echter Freude entfaltet werden kann (http://gottesgeheimnis.net/2013/12/30/ehe-nach-gottes-plan/),
  • Zusammenhängende Hinweise der Bibel zur Sexualität von Mann und Frau sowie gute Bücher sind hilfreiche Mittel für einen guten Start und lebenslange Ehe-Praxis,
  • Ehevorbereitungsseminare (auch wenn sie Geld kosten) sind eine wertvolle Investition in die Beziehung,
  • Geduld mit einander und Selbstbeherrschung festigen die Beziehung gerade auch vor der Ehe,
  • Nähe suchen, einander zugewandt sein,
  • Rücksichtnahme in besonderen Zeiten,

 

 8. Wer verändert wen?

  • Es ist pure Zeit- und Kraftverschwendung, wenn man den Anderen verändern will. Es sinnvoll hingegen, dass jeder an sich und seinem Charakter schleift und poliert, doch gilt auch hier: „Wer dich bittet, dem gib“ Hilfestellung, Ermutigung und Beistand, Schwachpunkte zu überwinden,
  • Schwächen (er)tragen, stärken fördern,
  • Der Prozess des Reifens dauert das ganze Leben, daher habt Geduld mit einander.

 

9. Achtung, Respekt, Wertschätzung

  • „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ heißt es schon im Grundgesetz (geliehen aus den Zehn Geboten),
  • Die Wahrheit lieben und sagen, so dass der andere nicht verletzt, sondern korrigiert wird,
  • Den anderen höher achten als sich selbst,
  • Sich dem anderen unterordnen im Herrn,
  • Niemals einander vor anderen beschämen oder bloßstellen, sich keine abwertenden Äußerungen erlauben.

 

10. Fürsorge und Annahme in schweren Zeiten / Krankheit / Leid

  • Leid und Krankheit sind Bestandteil des Lebens,
  • Richtiger Umgang mit einander in Krankheit und Leid festigen die Beziehung,
  • Schwere Schicksalsschläge in Familie und Verwandtschaft gemeinsam tragen,
  • Bis dass der Tod uns scheidet – Treue ist gefragt! (auch schon in der Verlobungszeit – Hosea 2,21-22)

 

10. Fürsorge und Annahme in schweren Zeiten/Krankheit/Leid

  • Leid und Krankheit sind Bestandteil des Lebens,
  • Richtiger Umgang mit einander in Krankheit und Leid festigen die Beziehung,
  • Schwere Schicksalsschläge in Familie und Verwandtschaft gemeinsam tragen,
  • Bis dass der Tod uns scheidet – Treue ist gefragt! (auch schon in der Verlobungszeit – Hosea 2,21-22)

 

 11. Wie lange währt die Liebe?

Abbildung 2 Schwanenpaare bleiben lebenslang einander treu (Foto: 28. Januar 2015).

  • Liebe Lebenslang, – Holz hält das Feuer am Brennen (1Kor 13),
  • Kreativität, Einfallsreichtum schützt vor Liebes-Kälte,
  • Überraschungen,- kleine Aufmerksamkeiten,
  • Gute Traditionen pflegen, gemeinsam feiern mit Familie und Freunden,
  • Zuneigung auch noch nach LX Jahren!? Fragt mal nach.
  • Kann mit zunehmendem Älterwerden die Liebe reifer, reiner, feiner, intensiver, vielseitiger werden, oder wie verläuft die Kurve in der Realität?

 

 12. Konflikte – Lösungen, Krisen – Bewältigung

  • Es wird Konflikte geben, welcher Art? (Wir haben uns nie gestritten, nie beleidigt,- gibt es so etwas? Wie glaubhaft sind diese Aussagen)?
  • Für Entstehung von Konflikten gibt es unterschiedliche Gründe, welche?
  • Welche Krisen sind für Männer, welche für Frauen spezifisch?
  • Konflikte sind aber dazu da gelöst zu werden. Was geschieht jedoch, wenn es keine Lösungen gibt, oder Lösungen unterlassen werden?
  • Erfolgreiche Konfliktlösung bringt Erfahrung mit sich, wie kann diese genutzt werden?

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Abbildung 3 Eine Freundschaft, eine Verlobungsbeziehung und ein Ehebund gleichen einer stabilen Brücke, die tragfähig ist (Foto am 6. November 2014 im Wadi Rum-Jordanien).

Abbildung 3 Eine Freundschaft, eine Verlobungsbeziehung und ein Ehebund gleichen einer stabilen Brücke, die tragfähig ist (Foto am 6. November 2014 im Wadi Rum-Jordanien).

Die Ehe ist ein Treue-Bund, der zwischen zwei Menschen (Mann und Frau) fürs Leben geschlossen wird!

 

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