Jesus begegnet Nichtjuden

Der biblische Hintergrund

 

1. Abram – Abraham – Vater vieler Völker

Und Gott sprach zu Abraham: „Darum sollst du nicht mehr Abram heißen, sondern Abraham soll dein Name sein; denn ich habe dich gemacht zum Vater vieler Völker.“ (1Mose 17,5).

Abbildung 1 Im tiefen Inneren dieses Gebäudes in HEbron befindet sich das Grab Abrahams, den Gott berufen hatte ein Vater vieler Völker zu werden (Foto: April 1986).

Und der Ap. Paulus bestätigt im Römerbrief den Eingriff Gottes in das Leben von Abraham. Damit wird auch die gesamte Geschichte in eine bestimmte Richtung von Gott gelenkt. „wie geschrieben steht (1. Mose 17,5): »Ich habe dich gesetzt zum Vater vieler Völker« – vor Gott, dem er geglaubt hat, der die Toten lebendig macht und ruft das, was nicht ist, dass es sei.“ (Röm 4,17).

Gott verhieß Abraham, dass durch seinen Nachkommen (welcher ist Christus) sollen gesegnet werden ALLE Völker auf Erden (1Mose 22,18 und Galater 3,16). Damit wurde auch die gesamte Geschichte in eine bestimmte Richtung von Gott gelenkt.

2.  Der Tempel – ein Bethaus für alle Völker

Durch den Propheten Jesaja lässt Gott sagen: „die will ich zu meinem heiligen Berge bringen und will sie erfreuen in meinem Bethaus, und ihre Brandopfer und Schlachtopfer sollen mir wohlgefällig sein auf meinem Altar; denn mein Haus wird ein Bethaus heißen für alle Völker. Gott der HERR, der die Versprengten Israels sammelt, spricht: Ich will noch mehr sammeln zu der Schar derer, die versammelt sind.“ (Jes 56,7-8).

Abbildung 2 Modell des Herodianischen Tempels auf dem Gelände des Holy-Land Hotels in Jerusalem (Foto: April 1986).

Jesus wiederholt diese Verheißung Gottes mit den Worten: „Und er lehrte und sprach zu ihnen: Steht nicht geschrieben (Jesaja 56,7): »Mein Haus wird ein Bethaus heißen für alle Völker«? Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht.“ (Mk 11,17). Und in der letzten Passawoche wird beispielhaft diese Verheißung erkennbar gemacht: „Es waren aber einige Griechen unter denen, die heraufgekommen waren, um anzubeten auf dem Fest. Die traten zu Philippus, der aus Betsaida in Galiläa war, und baten ihn und sprachen: Herr, wir wollen Jesus sehen. Philippus kommt und sagt es Andreas, und Andreas und Philippus sagen’s Jesus. Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Stunde ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht werde.“ (Joh 12,20-23).

3.  Auf dem Gebirge Ephraim – Samarien

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Abbildung 3 Die palästinensisch-arabische Stadt Nablus in Samaria. Es ist die Gegend, wl in alter Zeit die Stadt Sichem stand und zur Zeit die Stadt Sychar in der die Samariterin aus Johannes 4 stammte (Foto: 22. Januar 2019).Jesus begegnet den Samaritern in Sychar (Samarien)

Als nun Jesus erfuhr, dass den Pharisäern zu Ohren gekommen war, dass Jesus mehr zu Jüngern machte und taufte als Johannes –

obwohl Jesus nicht selber taufte, sondern seine Jünger –, verließ er Judäa und zog wieder nach Galiläa. Er musste aber durch Samarien reisen. Da kam er in eine Stadt Samariens, die heißt Sychar, nahe bei dem Feld, das Jakob seinem Sohn Josef gegeben hatte. Es war aber dort Jakobs Brunnen. Weil nun Jesus müde war von der Reise, setzte er sich an den Brunnen; es war um die sechste Stunde. Da kommt eine Frau aus Samarien, um Wasser zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken! Denn seine Jünger waren in die Stadt gegangen, um Speise zu kaufen.“ (Joh 4,1-8).

Abbildung 4 Der Berg Garizim in Samarien. Von diesem Berg aus wurde der Segen für Israel ausgesprochen. Auf diesem Berg richteten die Samariter ein Heiligtum ein mit Opferaltar (Foto: 22. Januar 2019).

Als nun die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, dass er bei ihnen bleibe; und er blieb dort zwei Tage. Und noch viel mehr glaubten um seines Wortes willen. Und sie sprachen zu der Frau: Nun glauben wir nicht mehr um deiner Rede willen; denn wir haben selber gehört und erkannt: Dieser ist wahrlich der Welt Heiland.“ (Joh 4,40-42).

 

4.  Hesus begegnet einem römischen Offizier in Kapernaum

Nachdem Jesus seine Rede vor dem Volk vollendet hatte, ging er nach Kapernaum.“ (Lk 7,1).d

Abbildung 5 Das Gelände der ehemaligen Stadt Kapernaum am Nordwestufer des Sees von Tiberias (Foto: Juli 1994).

Als er aber nicht mehr fern von dem Haus war, sandte der Hauptmann Freunde zu ihm und ließ ihm sagen: Ach, Herr, bemühe dich nicht; ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach gehst; darum habe ich auch mich selbst nicht für würdig geachtet, zu dir zu kommen; sondern sprich ein Wort, so wird mein Knecht gesund. Denn auch ich bin ein Mensch, der einer Obrigkeit untersteht, und habe Soldaten unter mir; und wenn ich zu einem sage: Geh hin!, so geht er hin; und zu einem andern: Komm her!, so kommt er; und zu meinem Knecht: Tu das!, so tut er’s.“ (Lk 7,6-8).

Abbildung 6 Reste der Synagoge in Kapernaum aus dem 2-3. Jahrhindert. Diese Synagoge wurde höchstwahrscheinlich auf den Fundamenten der Synagoge erbaut, welche aus der Zeit Jesus stammte und vom römischen Hauptmann finanziert oder mitfinanziert wurde (Foto: Aprtil 1986).

Da Jesus das hörte, wunderte er sich über ihn und wandte sich um und sprach zu dem Volk, das ihm nachfolgte: Ich sage euch: Solchen Glauben habe ich auch in Israel nicht gefunden. Und als die Boten wieder nach Hause kamen, fanden sie den Knecht gesund.“ (Lk 7,9-10).

Abbildung 7 Die Frontseite der Synagoge von Kapernaum (Foto: 23. Januar 2019).

 

5.  Jesus befreit zwei von Dämonen belastete Menschen im Bereich der Dekapolis

Der Ev. Matthäus schreibt: „Und er kam ans andre Ufer in die Gegend der Gadarener. Da liefen ihm entgegen zwei Besessene; die kamen aus den Grabhöhlen und waren sehr gefährlich, sodass niemand diese Straße gehen konnte. Und siehe, sie schrien: Was haben wir mit dir zu schaffen, du Sohn Gottes? Bist du hergekommen, uns zu quälen, ehe es Zeit ist? Es war aber fern von ihnen eine große Herde Säue auf der Weide. Da baten ihn die Dämonen und sprachen: Willst du uns austreiben, so schick uns in die Herde Säue. Und er sprach: Weg mit euch! Da fuhren sie aus und fuhren in die Säue. Und siehe, die ganze Herde stürmte den Abhang hinunter ins Meer, und sie ersoffen im Wasser. Und die Hirten flohen und gingen hin in die Stadt und berichteten das alles und wie es den Besessenen ergangen war. Und siehe, da ging die ganze Stadt hinaus Jesus entgegen. Und als sie ihn sahen, baten sie ihn, dass er ihr Gebiet verlasse.“ (Mt 8,28-33).

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Abbildung 8 Am Ostufer beginnt das Gebiet der Dekapolis-Zehnstädtegebiet (Foto: Juli 1994).

Der Ev. Markus, der nur von einem Besessenen spricht,  ergänzt: „Und als er in das Boot stieg, bat ihn, der zuvor besessen war, dass er bei ihm bleiben dürfe. Aber er ließ es ihm nicht zu, sondern sprach zu ihm: Geh hin in dein Haus zu den Deinen und verkünde ihnen, welch große Dinge der Herr an dir getan und wie er sich deiner erbarmt hat. Und er ging hin und fing an, in den Zehn Städten auszurufen, wie viel Jesus an ihm getan hatte; und jedermann verwunderte sich.“ (Mk 5,18-20). Dies Zeugnis breitete sich also in dem gesamten Gebiet aus, so dass die Verwunderung sehr groß war und die Menschen auf einen späteren Besuch von Jesus vorbereitet waren.

 

6.  Jesus begegnet 4000 Menschen im Gebiet der Dekapolis

Der Ev. Markus schreibt:  „Und als er wieder fortging aus dem Gebiet von Tyrus, kam er durch Sidon an das Galiläische Meer, mitten in das Gebiet der Zehn Städte. Und sie brachten zu ihm einen, der taub war und stammelte, und baten ihn, dass er ihm die Hand auflege. Und er nahm ihn aus der Menge beiseite und legte ihm die Finger in die Ohren und spuckte aus und berührte seine Zunge und sah auf zum Himmel und seufzte und sprach zu ihm: Hefata!, das heißt: Tu dich auf! Und sogleich taten sich seine Ohren auf, und die Fessel seiner Zunge wurde gelöst, und er redete richtig. Und er gebot ihnen, sie sollten’s niemandem sagen. Je mehr er’s ihnen aber verbot, desto mehr breiteten sie es aus. Und sie wunderten sich über die Maßen und sprachen: Er hat alles wohl gemacht; die Tauben macht er hören und die Sprachlosen reden.“ (Mk 7,31-37). Und der Ev. Matthäus ergänzt mit: „Und Jesus ging von dort weiter und kam an das Galiläische Meer und ging auf einen Berg und setzte sich dort. Und es kam eine große Menge zu ihm; die hatten bei sich Lahme, Blinde, Verkrüppelte, Stumme und viele andere und legten sie ihm vor die Füße, und er heilte sie, sodass sich das Volk verwunderte, als sie sahen, dass die Stummen redeten, die Verkrüppelten gesund waren, die Lahmen gingen und die Blinden sahen; und sie priesen den Gott Israels.“ (Mt 15,29-31).

Und gleich im Anschluss an diese Heilungsdienste im Bereich der Dekapolis, berichten beide Evangelisten über die Speisung der Viertausend Menschen. Wohlgemerkt außerhalb des Teritoriums von Israel.

Abbildung 9 Blick von Gadara aus über den See Genezaret und die Golanhöhen rechts im Bild (Foto: 3. November 2014).

Und Jesus rief seine Jünger zu sich und sprach: Das Volk jammert mich; denn sie harren nun schon drei Tage bei mir aus und haben nichts zu essen; und ich will sie nicht hungrig gehen lassen, damit sie nicht verschmachten auf dem Wege. Da sprachen die Jünger zu ihm: Woher sollen wir so viel Brot nehmen in der Einöde, um eine so große Menge zu sättigen? Und Jesus sprach zu ihnen: Wie viele Brote habt ihr? Sie sprachen: Sieben, und ein paar Fische. Und er ließ das Volk sich lagern auf die Erde und nahm die sieben Brote und die Fische, dankte, brach sie und gab sie den Jüngern, und die Jünger gaben sie dem Volk. Und sie aßen alle und wurden satt; und sie sammelten auf, was an Brocken übrig blieb, sieben Körbe voll. Und die da gegessen hatten, waren viertausend Männer, ohne Frauen und Kinder. Und als er das Volk hatte gehen lassen, stieg er ins Boot und kam in das Gebiet von Magadan.“ (Mt 15,32-39).

 

 

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